Rheinfelden „Giu“ spielt den Grabbevater

Zeremonienmeister Jakob Kuhn (links) Narrenvogtin Nadine Weber-Merkt nahmen Hertens Ortsvorsteher Frank-Michael Littwin den Rathausschlüssel ab. Foto: Petra Wunderle Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden-Herten (pem). Rämmidämmi beim Rathaus und dem Ortsvorsteher wurde der goldene Schlüssel regelrecht aus der Hand gerissen. „Gut im Strumpf“ waren die Hertener zum Fasnachtsauftakt am Schmutzige Donnerstag. Zuerst beim Rathaus und dann im Scheffelhalle-Palast „steppte der Bär“. Friedfertig und fröhlich wurden stundenlang gefeiert und getanzt. Für Frank-Michael Littwin war es eine närrische Premiere. Denn: „Ich hatte bis jetzt mit der Fasnacht wirklich nichts am Hut, aber ich fasse Mut und denke alles wird gut.“

Doch der Reihe nach zu den beiden Stationen an diesem von der Sonne verwöhnten Hertener Fasnachtstag: Auf dem Rathausplatz war ordentlich was los, die Narren und ihre Fangemeinde gaben sich schon am späten Nachmittag ein Stelldichein. Punkt 18.30 Uhr war dann die große Narretei und Narrenvögtin Nadine Weber-Merkt nahm dem Ortsvorsteher nach nur kurzer Amtszeit den Rathausschlüssel wieder weg.

„So nehmet ihn und gebt fein acht, ich hab Euch noch was mitgebracht.“ Littwin hatte eine Schüssel mit Hustenguzi dabei mit der Aufforderung: „Esst sie einfach mit Genuss, denn sie schützen sicher nicht vorm Coronavirus. Ein ebenfalls bestens aufgelegter Zeremonienmeister Jakob Kuhn hat das Motto der diesjährigen Hertener Fasnacht ausgedacht und gab bekannt: „Ä neues Jahrzehnt steht vor der Türe, Fasnacht tut uns hinein führe.“

Und auch das Geheimnis um den Grabbevater 2020 wurde gelüftet: Er heißt Giuseppe Monzione, besser bekannt als „Giu“. „Weil wir das Zepter jetzt tun schwingen, tu ich ein paar Sachen auf den Tisch bringen“, verkündete frohen Mutes Narrenvogtin Nadine Weber-Merkt und sie fuhr fort: „In der Scheffelhalle schieft’s durchs Dach, auch das rüttelt den OB nicht wach. Jetzt ist die Halle sogar aus dem Haushalt fort, verarschen die uns eigentlich im größten Rheinfelder Ort?“

Gut in Form war auch eine Abordnung des Musikvereins. Sie begleiteten die Fasnächtler geradewegs zur Scheffelhalle, wo die Lochwaggis den 16 Meter hohen Narrenbaum unter viel Beifall aufstellten. Dann ging es in die Scheffelhalle, Hemdglunkiball mit DJ „Steve DE“ und einer Börsen-Bar – da richtet sich der Getränkepreis nach Angebot und Nachfrage – waren der Hit.

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