Rheinfelden/Grenzach-Wyhlen Familienzentrum als Ort für alle

Rolf Rombach
Lenken zusammen mit Geschäftsführerin Birgitt Kiefer (nicht im Bild) die Geschicke des Familienzentrums: das Vorstandsteam Wibke Rombach (von links), Stefan Heinzel, Fritz Grässlin und Leonie Donner. Foto: Rolf Rombach

Das als Verein organisierte Familienzentrum Rheinfelden steht auf stabilen Füßen. Dank der breiten Akzeptanz der Angebote auch auf Ebene der politischen Gemeinden ist das „FamZe“ inzwischen in der Lage, den hauptamtlichen Mitarbeitern den Tariflohn bezahlen zu können.

Das Familienzentrum (FamZe) Rheinfelden ist ein wichtiger Baustein im sozialen Leben der Großen Kreisstadt und im benachbarten Grenzach-Wyhlen. Einen Einblick in die unzähligen Tätigkeiten gaben die Verantwortlichen am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung im Dietschy-Saal im Haus Salmegg.

Bewusst niederschwellig

Geschäftsführerin Birgitt Kiefer fasste die Eigenschaften zu Beginn ihres Berichtes treffend zusammen: „Wir sind ein Ort der Bildung, Begegnung und Betreuung. Hier kann man auch einen Kaffee trinken kommen, ohne sich anschließend um die Spülmaschine zu kümmern.“

Ein großer Renner ist nach wie vor das Baby-Café, das regelmäßig die Räumlichkeiten der drei Treffs an die Kapazitätsgrenzen bringt. Eine Neuerung sei in Rheinfelden der Zwergentreff am Nachmittag, speziell für Kinder ohne Kita-Platz. „Ziel ist es, erste soziale Interaktionen erleben zu dürfen. Das ist wichtig für die Kinder“, betonte die Sozialpädagogin. Auch sei es für die Eltern hilfreich, Kontakte knüpfen zu können.

Engagement wird belohnt

Zum Charakter des FamZe gehöre es, Vorschlägen Gehör und Raum zu verschaffen. Oft führten spontane Ideen bereits zu regelmäßigen Angeboten. Dabei sei die Niederschwelligkeit, – kommen und gehen zu können nach den eigenen Bedürfnissen – ein wichtiger Grundstein. Entsprechend wurde der Treff am Heiligen Abend in Grenzach ein Erfolg. „Unsere Ehrenamtliche befand, dass durch diese positiven Begegnungen das eines ihrer schönsten Weihnachten war.“ Marlies Klassen (Suppenküche) und Stefan Heinzel (Vorstandsteam) gaben einen Einblick in ihre Tätigkeiten im Familienzentrum. Beide einen die positiven Erfahrungen und Bereicherungen, die sie durch das Ehrenamt erhielten. Für weitere zwei Jahre in den Vorstand wiedergewählt wurde Leonie Donner.

Weiterhin stabile Finanzen

Leonie Donner und Wibke Rombach dankten den Kommunen, vertreten durch Rheinfeldens Bürgermeisterin Kristin Schippmann und Grenzach-Wyhlens Bürgermeister-Stellvertreterin Annette Grether, für die Unterstützung der Einrichtung.

Trotz der Inflation kam das FamZe nicht in finanzielle Probleme. Rombach führte auf, dass alleine die Lebensmittelkosten für die Treffs im vergangenen Jahr um 27 Prozent gestiegen seien. Mit Stolz verkündete sie den Anstieg der Personalkosten, welche den Großteil der Ausgaben umfassen. „Wir haben es endlich geschafft, dass unsere hauptamtlichen Mitarbeiter nach Tariflohn bezahlt werden. Das war uns als Vorstand wichtig, dass deren Leistung fair bezahlt wird.“ Einen Dank richtete sie an die unzähligen Klein- und Großspender.

Kleine Jubiläumsfeiern

Zur Feier des zehnten Geburtstags des Treffs Grenzach-Wyhlen findet am 20. Juni, 10 bis 14 Uhr, das Fest „Ein gedeckter Tisch für alle“ in der Alten Apotheke in Grenzach statt. Am Tag darauf wird im FamZe in Rheinfelden unter dem gleichen Motto das 30-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Als neuer Begegnungstermin wird nun regelmäßig sonntags in der Alten Apotheke ein Treff angeboten. www.familienzentrum-rheinfelden.de

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