Rheinfelden Grüner anstelle von grauem Wasserstoff

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Mario Schmidt (links) und Hermann Becke unterschreiben den Kooperationsvertrag. Foto: zVg/Evonik

Rheinfelden/Pforzheim - Wie die Transformation der Wasserstoffwirtschaft hin zu einer 100-prozentigen Abdeckung mit grünem Wasserstoff gelingen könnte, wollen der Produktionsstandort der Evonik in Rheinfelden und die Hochschule Pforzheim in einer Studie untersuchen, teilt das Unternehmen mit.

Einen Kooperationsvertrag dafür haben Standortleiter Hermann Becker und Mario Schmidt von der Hochschule Pforzheim unterschrieben. Das Forschungsprojekt mit dem Titel „H2 Chemie 2050“ läuft bis 2024 und wird mit 1,2 Millionen Euro vom Land gefördert. Von grünem Wasserstoff ist die Rede, wenn der Strom für seine Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Das Projekt ist das einzige im Bundesland, das sich um die Verwendung von grünem Wasserstoff im industriellen Bereich dreht und dafür vom Land Fördergelder erhält.

Evonik produziert am Standort Rheinfelden bereits seit Jahrzehnten Wasserstoff mittels Erdgas – Fachleute sprechen dabei von grauem Wasserstoff. Innerhalb der chemischen Produktion ist Wasserstoff ein wichtiger Rohstoff. Das Unternehmen setzt grauen Wasserstoff beispielsweise ein, um Wasserstoffperoxid für die Raumfahrt- und Lebensmittelindustrie herzustellen. Ein Projektteam wird in den kommenden zwei Jahren erforschen, wie der Transformationsprozess von „grauem“ zu „grünem“ Wasserstoff idealerweise gestaltet werden kann – auch im Hinblick auf Ökologie, Technik und Wirtschaft.

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