Rheinfelden Hymne auf Herten hat Hörer erobert

Die Oberbadische
Die Rheinfelder Band „Bigamie“ hat ein neues Album mit 16 rockigen Musikstücken herausgebracht. Foto: zVg

Die Rheinfelder Band „Bigamie“ hat nach mehr als 30 Jahren ein neues Album veröffentlicht. Das Werk mit dem Titel „Jetzt.“ ist am 10. September auf CD und bei allen gängigen Streamingdiensten erschienen und umfasst 16 Stücke der Combo, die im Jahr 1989 mit „Herten“ eine Hymne auf ihr Heimatdorf komponiert hat.

Rheinfelden-Herten. „Bigamie“, das sind Rolo alias Andreas Krupke (Gesang, Gitarre), Floyd alias Andreas Schubert (Gitarre), Jörg Baum (Gitarre, Gesang), Frank Neuschütz an den Keyboards, der Bassist Holger Wirth und Schlagzeuger Cosy alias Klaus Kowatzki. Ergänzt wird die Gruppe durch ihren ständigen Gastmusiker Dietmar „Balou“ Baum am Saxofon.

Die sieben Musiker haben bereits eine langjährige Bandgeschichte auf dem Buckel. Anlässlich eines Bandwettbewerbs betreten „Bigamie“ im Mai 1984 erstmals eine Konzertbühne. Der ursprüngliche Plan, nur diesen einen Auftritt zu absolvieren und dann das Projekt wieder zu beenden, wird schnell verworfen. „Zu groß ist der Spaß, den die Jungs gemeinsam an ihrer Musik haben“, heißt es in einer Mitteilung der Band.

Mit ihren selbst komponierten und getexteten Songs erobern die Musiker auch das Herz des Publikums im Sturm, gewinnen den Wettbewerb und treten bereits zwei Tage später im Vorprogramm der damals bundesweit populären Gruppe „Bernies Autobahnband“ auf. In der Folge erspielt sich die Band schnell einen guten Ruf sowie einen großen Bekanntheitsgrad in heimischen Gefilden.

Im Vorprogramm von Pur

Bald schon schließen sich Auftritte in Heidelberg und Köln sowie im Vorprogramm von Pur an. 1989 veröffentlichen sie ihre LP „Das Glück dieser Erde“. Das Interesse einzelner Radiosender wird geweckt. Die Bigamisten freuen sich über Einladungen zu Interviews und das Airplay für ihr Lied „Fang den Wind“, das nun tatsächlich des Öfteren im Radio läuft. Im Dezember 1990 folgt die Herausgabe der Single „Herten“. Mit der Hymne auf ihr Heimatdorf gelingt den Musikern ein lokaler Hit, der bis heute in „Rheinfelden 4“ gespielt wird, wie es heißt.

1994 ist vorerst Schluss

„Bigamie“, die laut Mitteilung von englischen Hardrockbands der 70er- und 80er-Jahre inspiriert sind und melodiösen Rock spielen, werden aber auch weiterhin für Konzerte außerhalb der Regio gebucht. So tritt die Band erneut in Köln, aber auch in Villingen-Schwenningen und Karlsruhe auf. 1992 folgt eine Einladung nach Fécamp, der französischen Partnerstadt Rheinfeldens, wo „Bigamie“ auch vor internationalem Publikum bestehen können. Unter dem Motto „10 Jahre sind genug“ verabschiedet sich die Gruppe im Mai 1994 mit zwei Abschiedskonzerten im „Löwen“ in Rheinfelden.

Die einzelnen Bandmitglieder bleiben aber weiter musikalisch aktiv und freundschaftlich miteinander verbunden. Im Mai 2004 geben sie anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens ein Konzert in ihrem Heimatdorf Herten. Unter dem Eindruck des Jubiläumskonzerts und aufgrund der Freude, die sie beim gemeinsamen Spielen haben, denken die Musiker in der Folge über einen weiteren Auftritt nach.

Im März 2012 ist es soweit. Unter dem Motto „So wie früher“ treten sie erneut in Herten auf. Unter die Lieder ihrer LP „Das Glück dieser Erde“ mischen die Musiker neue respektive überarbeitete Stücke sowie Coverversionen populärer Songs aus den 1980ern. Im Anschluss an das Konzert erhält die Formation Angebote für Auftritte in Freiburg sowie bei „Rock am Bruch“ und entschließt sich, diese anzunehmen und die Band wieder dauerhaft zum Leben zu erwecken.

Im Jahr 2019 ändert „Bigamie“ das Bandlogo und tritt fortan unter dem Motto „Jetzt.“ auf. Im selben Jahr beschließen die Musiker, ein neues Album aufzunehmen. Hierfür werden 16 Songs älteren und jüngeren Datums ausgewählt, die schließlich im Zeitraum von Ende 2019 bis August 2020 eingespielt und anschließend bei Pro Ton Music von Frank Schultz gemischt und gemastert werden. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.bigamie.net.

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