Rheinfelden Jetzt können die Mieter kommen

Architekt Peter Külby (links) übergibt symbolisch den Schlüssel an Wohnbau-Geschäftsführer Dieter Burger. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Rheinfelden Mangelware. Daher kam jetzt umso mehr Freude auf beim offiziellen Einweihungsfest für das erste der beiden Hochhäuser, die die städtische Wohnbau Rheinfelden an der Goe­thestraße als größtes Projekt in ihrer Firmengeschichte realisiert.

Rheinfelden (lu). „Das ist sozialer Wohnungsbau pur, günstiger kann man in Rheinfelden nicht wohnen“, machte Geschäftsführer Dieter Burger vor gut 100 Gästen deutlich.

Bei den jetzt fertig gestellten 41 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit 62 und 72 Quadratmetern Wohnfläche (einschließlich hochwertiger Einbauküchen) liegt der Mietpreis bei 6,20 Euro pro Quadratmeter, also ein gutes Drittel unter der örtlichen Vergleichsmiete. Wer hier wohnen will, braucht daher einen so genannten Wohnberechtigungsschein, ausgestellt durch die Stadt. Alle Wohnungen waren aber schnell vergeben.

Zu den jetzt bezugsfertigen 41 Wohnungen kommen in dem ersten der beiden 30 Meter hohen Hochhäuser eine Tiefgarage mit 110 Pkw-Stellplätzen sowie weit über 200 Stellplätzen für Fahrräder hinzu, einschließlich Stellboxen mit Elektroanschluss. Wenn das zweite, frei finanzierte Hochhaus mit weiteren 31 Wohnungen inklusive zwei 110 Quadratmeter großen Penthouse-Wohnungen im Frühjahr 2017 fertig gestellt ist, stehen dann insgesamt 200 Tiefgaragenplätze zur Verfügung. Beheizt werden die neuen Häuser im Übrigen zentral per Blockheizkraftwerk.

Geschäftsführer Dieter Burger bezeichnete den Neubau auch als ökologisch gelungen. Insgesamt werde es künftig gerade einmal 60 Quadratmeter mehr versiegelte Fläche geben als vor rund zwei Jahren, als das 15 Millionen Euro-Projekt mit dem ersten Spatenstich startete.

Kritik übte der Wohnbau-Chef indes an der Tatsache, dass es heutzutage für Investoren immer schwerer werde, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Es braucht Veränderungen und auch Vereinfachungen im Baurecht“, forderte er. Nötig sei eine echte Strategie. Die richtige Balance sei aber aktuell in der Zeit des Vorwahlkampfes verloren gegangen. Nötig seien verlässliche Rahmenbedingungen und ebenso auch vereinfachte Vorschriften, so Burger.

Architekt Peter Külby aus Lörrach war voll des Lobes und bescheinigte allen am Bau Beteiligten „eine super Leistung“. Alles sei termin- und kostengerecht bei dem nachverdichteten Projekt, bei dem es galt, möglichst viel Grün zu erhalten und zu schaffen, geschafft worden. In den bisherigen 35 Jahren in seinem Beruf habe er dies in dieser Form noch nicht erlebt. „Da haben Profis mit Profis zusammengearbeitet“, zeigte er sich stolz. Und für den Zeitplan, in dem die Stadtverwaltung den nötigen Bebauungsplan aufstellte, hatte er das Attribut parat: „Das ist reif fürs Guinessbuch der Rekorde.“

„Hier ist viel Wohnung für wenig Geld entstanden, mit einem fantastischen Standard“, betonte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Dieser Neubau sei ein Aushängeschild für die Wohnbau GmbH. Er hoffe, dass an diesem „Top-Standort und in bester Wohnlage“ die neuen Bewohner eine gute Nachbarschaft mit den bisherigen eingehen. Gleichzeitig kündigte er an, dass sich die Stadt schon bald auf den Weg zu weiterer Wohnbebauung im bezahlbaren Bereich begeben werde. „Die Nachfrage ist eindeutig da, wir werden den sozialen Wohnungsbau gerne fortsetzen“, so Eberhardt.

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