Rheinfelden Kies lagert in „Sengern“ nur vorrübergehend

Der im Hertener Gebiet „Sengern“ vorübergehende gelagerte Kies ist für die Keßlergrube in Grenzach-Wyhlen vorgesehen. Foto: Heinz Vollmar Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden-Herten (mv). Neben dem im Bau befindlichen Firmengebäude der Firma Fisher Clinical Services GmbH stechen den Beobachtern seit einigen Wochen riesige Kiesansammlungen im Gewerbegebiet Sengern in Herten ins Auge.

Die Kiesberge – es sind rund 25 000 Kubikmeter – stammen jedoch nicht aus dem Bauaushub für den Neubau, sondern wurden aus Efringen-Kirchen angeliefert, um im Gewerbegebiet Sengern bis Dezember dieses Jahres zwischengelagert zu werden. Die Hintergründe dieser Zwischenlagerung hatte in der letzten Sitzung des Ortschaftsrates Herten vor der Sommerpause Timo Schneider von der Baufirma Schleith dargelegt.

Für die Verfüllung der Keßlergrube

Er berichtete, dass das Kiesmaterial eigentlich für die Baugrubenfüllung der Kesslergrube der Firma Roche in Grenzach benötigt würde. Da der Aushub des belasteten Materials in der Kesslergrube aber erst im Dezember dieses Jahres abgeschlossen werde, müsse der Kies solange irgendwo zwischengelagert werden. Das Material stammt von der Rheinauskiesung in Efringen-Kirchen, wo es auch umfangreich beprobt worden und auch für die Baugrubenverfüllung der Kesslergrube vom Landratsamt Lörrach zwischenzeitlich vollumfänglich freigegeben worden sei.

Aus terminlichen und vertraglichen Gründen musste das Material jedoch in Efringen-Kirchen umgehend weggebracht werden, sodass sich diesbezüglich das Gewerbegebiet Sengern für die Zwischenlagerung angeboten habe. Im Übrigen sei dort die Firma Schleith auch mit den entsprechenden Erschließungsarbeiten beschäftigt, die im Januar des kommenden Jahres abgeschlossen sein werden.

Bedenken äußerten zunächst die Hertener Ortschaftsräte wegen der Zwischenlagerung. Sie befürchteten massive Belastungen für die Hertener Bevölkerung durch die an-und abfahrenden Lastwagen bei der Zufuhr der 25 000 Kubikmeter Kies ins Gewerbegebiet Sengern. Letztendlich lobte man aber auch das umsichtige Agieren der Firma Schleith, die ohne große Umwege den Kies spätestens gegen Ende dieses Jahres von Herten in die Kesslergrube nach Grenzach bringen will. Dies allein sei aus ökologischen Gründen sinnvoll und mithin zu befürworten, lautet die Meinung der Hertener Ortschaftsräte.

Firma verhält sich vorbildlich

Auch die in Herten angesiedelte Firma Osypka hatte zunächst Bedenken wegen der Staubbelastung am Zwischenlagerplatz, der sich in unmittelbarer Nähe des Unternehmens befindet und wo hohe Reinheitskriterien vorherrschen müssen.

Bedenken wurden mittlerweils zerstreut

Mittlerweile konnten aber auch diese Bedenken zerstreut werden, wie der Hertener CDU-Ortschaftsrat Markus Hiltensberger auf Nachfrage bestätigte. Er sagte, dass man der mit der Zwischenlagerung beauftragten Firma Schleith ein sehr vorbildliches Agieren bestätigen müsse, weil das Unternehmen eine LKW-Waschanlage eigens installiert habe, um bei dem Herausfahren aus dem Zwischenlager keinen Staub aufzuwirbeln. Dies habe auch die Firma Osypka wohlwollend zur Kenntnis genommen und sich sehr lobend über die Baufirma geäußert.

Im Übrigen, wie Timo Schneider von der Firma Schleith auf Nachfrage berichtete, ist just am Freitag die letzte Tonne Kies aus Efringen-Kirchen im Gewerbegebiet Sengern angeliefert worden.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

Newsticker

blank

Umfrage

fafe02b0-19df-11ea-8a47-8b6f47fa27ae.jpg

Beim vergangenen SPD-Parteitag wurden die Außenseiter Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an die Spitze gewählt. Werden die Sozialdemokraten mit der neuen Personalie an Stärke gewinnen?

Ergebnis anzeigen
loading