Rheinfelden Klaus Eberhardt lernt von Schülern

Zehn Rheinfelder Gemeinschaftsschüler präsentierten Oberbürghermeister Klaus Eberhardt (rechts) das preisgekrönte Projekt ihrer Klasse 6b zum Thema „Schütze Deine Daten in der digitalen Welt“. Foto: Ulf Körbs

Rheinfelden - Die Klasse 6b der Rheinfelder Gemeinschaftsschule – ehemals Schillerschule – ist Träger des Verbraucherschutzpreises. Dafür wurde sie gestern von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt empfangen.

Der Verwaltungschef ließ sich von zehn der insgesamt 23 Schülern und ihrer Lehrerin Simone Fuchs das Projekt mit dem Titel „Profile auf Social-Media-Plattformen“ schildern. Mit genau dieser Präsentation hatte sie auch den ersten Preis im vergangenen Jahr gewonnen. Sie hatten sich im Schuljahr 2018/19 mit dem persönlichen Datenschutz auf Internet-Plattformen wie „Facebook“ beschäftigt. Dabei stellten sie Listen auf, welche Angaben man möglichst nicht veröffentlichen sollte. Sie lernten, dass man den sogenannten „Klarnamen“, also den eigenen Vor- und Familiennamen, nicht nennen sollte, sondern lieber ein Pseudonym. Auch Altersangaben sollte man vermeiden. Auch ein Rollenspiel haben die Schüler im Alter von zehn bis 13 Jahren erarbeitet, wie das Stadtoberhaupt erfuhr.

Gegen zwei Gymnasien

Eberhardt hielt in seiner lockeren Themeneinführung nicht nur fest, dass man um die „digitale Welt heute nicht mehr herum kommt“. Sondern er strich auch heraus, dass die Gemeinsachaftsschüler auch das Kultusministerum, das Landwirtschaftsministerium und die Verbraucherkommission des Landes – diese drei loben den Preis gemeinsam aus – mit ihrem Projekt überzeugt haben, schließlich hätten sie den ersten Preis bekommen. Was besonders bemerkenswert ist, da sich die Gemeinschaftsschule gegen zwei Gymnasien durchsetzen konnte.

Ernster Hintergrund

Das Projekt hatte nach Informationen unserer Zeitung einen ernsten Hintergrund im außerschulischen Bereich. Dort beschimpften sich Schüler, unerlaubte Fotos tauchten im Internet auf und ein Mädchen wurde per gefälschtem Profil – Fake-Profil – von einem Mitschüler aus einer Paralellklasse ausgefragt. Klassenlehrerin Fuchs und auch die Schulsozialarbeit hatten davon erfahren und das Thema aufgegriffen. Zudem ergänzte Simone Fuchs, dass viele gar nicht wussten, was man im Internet und sozialen Plattformen lieber unterlassen sollte.

„Bildschirmzeit“

Ein Thema während der Stunde beim Oberbürgermeister war auch das „Stichwort Bildschirmzeit“. Diese kann auf Smartphones eingerichtet werden, damit in dieser Zeit maximal telefoniert werden kann. Es wurde dabei schnell deutlich, dass dies ganz unterschiedlich gehandhabt wird. Zum Abschluss machte der Rathauschef der Klasse und ihrer Lehrerin ein „ganz großes Kompliment, wie sensibilisiert ihr für Sicherheit im Internet und bei sozialen Medien seid“. Zudem gestand er ein, dass er während dieses Treffens „eine ganze Menge gelernt“ hat.

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