Rheinfelden Kleinere Formate sind gefordert

Rheinfelden - Bunt und vielfältig hat sich am Wochenende die Gartenmesse DiGa auf Schloss Beuggen präsentiert. Veranstalter und Aussteller zeigten sich bereits am Sonntagmittag ganz zufrieden.

Bereits bis Samstagabend konnten 4500 Eintritte gezählt werden, wie ein recht entspannter Veranstalter Dieter Maier von der Veranstaltungsfirma SÜMA unserer Zeitung erklärte. Das sind zwar nur zwei Drittel der Besucher zu normalen Zeiten, aber die herrschen eben nicht wegen der Corona-Pandemie. Deshalb war auch der Zutritt auch nur mit Mund-Nasenschutz gestattet.

Keine Hygiene-Verstöße

Auf dem Gelände gab es zwar keine Verstöße gegen die Hygiene-Vorschriften, wie Maier berichtet. „Ich weiß aber aus den ,sozialen Medien‘, dass deshalb viele nicht gekommen sind.“ Und auf eine weitere sonst starke Gästegruppe hat er lieber verzichtet: „Ich habe in Frankreich keine Werbung gemacht. Da waren mir die Fallzahlen zu hoch.“ Dennoch meint er: „Ich bin sehr zufrieden. Ich hatte mit mehr Stress gerechnet. Offensichtlich haben die Menschen begriffen, dass wir in einer besonderen Zeit leben.“ Auch seitens des städtischen Ordnungsamts und der Polizei, die zwischendurch kontrollierte, gab es keine Beanstandungen.

Neue Bewerber

Für den SÜMA-Geschäftsführer gab es aber auch einen positiven Effekt: Einige neue Aussteller haben sich bereits für die nächste DiGa-Auflage beworben. Für sie war das zurückliegende Wochenende gleichsam ein „Versuchsballon“ gewesen. Maier interpretiert dieses Interesse, dass keiner die Erwartungen hatte, Geschäfte wie in den Vorjahren abschließen zu können. „Und wenn die mit der Hälfte an Umsätzen bei gleicher Kostenstruktur zufrieden sind, zeigt, dass auch ihnen die besondere Situation bewusst ist. Allzumal auch sie im zurückliegenden Halbjahr und auch jetzt noch große Einbußen hinnehmen mussten.“ Einige gewohnte Aussteller sind aber nicht gekommen, weil die gerade auf einer großen Einkaufsmesse in München sind.

Die DiGa Beuggen sei für ihn und seine Mitarbeiter, deren Jobs bis kommenden April jetzt sicher finanziert sind, der Probelauf für die beiden nächsten Messen in Iffezheim und Ulm gewesen, erläutert Maier. „Hier musste alles klappen“, was auch geschehen sei.

Erkenntnisgewinn

Und eine Erkenntnis habe er auch noch gezogen: „Kleinere Formate sind gefordert.“

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