Rheinfelden Kostenlimit wird „gerissen“

Heinz Vollmar
So soll das Rheinfelder Bürgerheim nach seiner Umbau- und Neubauphase in etwa fünf Jahren einmal aussehen. Grafik: zVg

Die Umsetzung der Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO) bei der Umgestaltung und dem Neubau des Rheinfelder Bürgerheims bleibt schwierig und ist mit zahlreichen offenen Fragen verbunden. Vor allem die steigenden Baupreise lassen noch keine abschließende Kostenschätzung für das Bauvorhaben zu.

Von Heinz Vollmar

Rheinfelden. In der öffentlichen Sitzung des Bürgerheimausschusses gab der Leiter des Gebäudemanagements, Werner Wohner, am Dienstagabend einen Zwischenbericht ab. Er verwies darauf, dass zur bereits bestehenden Projektgruppe sich zwischenzeitlich auch ein Leitungsteam gebildet hat. Damit wolle man das Projekt besser koordinieren.

Dem Leitungsteam gehören die Leiterin des Bürgerheims Irene Sorg, die kaufmännische Betriebsleiterin Carina Schreiner, Werner Wohner sowie sein Kollege Sven Irmscher in der Funktion als Bauherrenvertreter an. Hinzu kommen mit Thomas Decker und Corinna Rahm zwei Projektsteuerer vom Unternehmen pro4 Ingenieure.

Zuschusszusagen

Wohner verwies in diesem Zusammenhang auch auf bereits vorliegende KfW-Förderzusagen für den Bauteil A in Höhe von rund 2,76 Millionen Euro, für den Bauteil C über höchstens 238 250 Euro sowie auf die konkrete Aufgabenverteilung für den Umbau und den Neubau des Bürgerheims.

Noch offen seien indes die Kostenberechnungen der Fachplaner, die bis zum 31. August vorliegen sollen. Für den Baubeschluss fertiggestellt werden sollen diese dann bis zum 4. Oktober. Klappt alles nach Plan, so auch die Vorberatungen für den Baubeschluss im Bürgerheimausschuss, könnte der Baubeschluss am 20. Oktober im Gemeinderat gefasst werden. Mit den eigentlichen Bautätigkeiten – vor allem mit dem Abbruch bestehender Gebäudeteile – soll dann im Mai kommenden Jahres begonnen werden. Mit dem Ersatzneubau soll im November 2023 begonnen werden. Mit der Gesamtfertigstellung des Projekts wird im November 2027 gerechnet, sagte Wohner.

Keine „Exit-Strategie“

Im Bürgerheimausschuss kam schließlich die Frage auf, ob im Zusammenhang mit der Baupreisentwicklung gegebenenfalls höhere KfW-Zuschüsse gewährt werden könnten. Dies verneinte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt umgehend. Jörg Moritz-Reinbach (Sören-Fraktion) fragte nach einer „Exit-Strategie“, um das gesamte Vorhaben aufgrund der ausufernden Kostensituation notfalls ganz abblasen zu können. Dass das „Rad nicht mehr zurückgedreht werden“ könne, betonte OB Eberhardt. Er hielt fest, dass das bisherige Kostenlimit in Höhe von 25 Millionen Euro zwar ganz sicher „gerissen“ werde, man aber sehr sorgsam prüfen wolle, an welchen Stellschrauben sich dennoch Kostenreduzierungen erzielen ließen.

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