Rheinfelden Löwenstadt freut sich über Label

Der „Rheinuferrundweg extended“ ist in den Augen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020 ein Vorbild für die Zusammenarbeit und das gegenseitiges Verständnis zwischen den Akteuren und darf sich deshalb über das IBA Label freuen. Foto: zVg/IBA Basel–Daniel Spehr

Rheinfelden - Die Stadt Rheinfelden freut sich über die Labelisierung der Projekte „Rheinuferrundweg extended“, „Landschafts-Rendez-Vous“ und „IBA KIT“ durch die Internationale Bauausstellung IBA Basel. Beim Projekt „Vision Bahnhof Rheinfelden“ will sie ihre Hausaufgaben noch machen.

Großes Lob gab es für den „Rheinuferrundweg extended“ von den Experten des IBA Kuratoriums, die im März alle IBA Projekte „unter die Lupe genommen hatten“. So heißt es in der Begründung zur Vergabe des IBA Labels - der höchsten Auszeichnung im Verfahren - „dieses Projekt ist ein Vorbild für Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis zwischen den Akteuren und ist über die deutsch-schweizerische Zusammenarbeit hinaus Treibkraft der übergeordneten Projektgruppe „IBA Rheinliebe““. Für Patrick Pauli, bei dem die Fäden auf deutscher Seite für das Projekt zusammenlaufen, ist dies eine schöne Anerkennung. „Die Ausdehnung des Rheinfelder Rundweges auf weitere vier deutsche und drei Schweizer Gemeinden ist spannend, aber manchmal auch nicht ganz einfach“, erklärt Pauli schmunzelnd. Noch in diesem Jahr sind die ersten „Spatenstiche“ der verschiedenen Gemeinden zu den jeweiligen Teilprojekten geplant. Rheinfelden will im Herbst mit den Maßnahmen am Sunnebuggele beginnen. Ein verwunschener Ort, der sich zur Zeit in einem „Dornröschenschlaf“ befindet. Dieser soll wieder „wachgeküsst“ und zu einem Ort der Erholung werden.

Auch die Projekte „Landschafts-Rendez-Vous/Dreiland-Radweg“ und „IBA KIT“ dürfen sich über das IBA Label freuen. Für Oberbürgermeister Klaus Eberhardt ist dabei die Entwicklung des „Landschafts-Rendez-Vous“ beispielhaft für das Wirken der IBA Basel. „Ausgehend vom Dinkelberg hat sich das Projekt über seinen ursprünglichen Umkreis hinaus entwickelt und ist jetzt mit dem Ausbau des Dreiland-Radwegs großräumig in der trinationalen Region verankert“, berichtet Eberhardt.

Und das „IBA KIT“ – in Rheinfelden besser bekannt als Freiraumkiste – ist aus dem Stadtgärtle nicht mehr wegzudenken. Der Besuch der französischen Delegation vom französischen KIT aus Saint Louis anlässlich des jährlichen Kürbissuppenfestes zeigt deutlich, dass auch hier ein grenzüberschreitender Austausch stattfindet und dass das bürgerschaftliche Engagement gefördert wird. Weitere Ziele der Akteure des IBA KIT sind die Umweltbildung, die Förderung der Artenvielfalt und dem fortschreitenden Klimawandel auf kommunaler Ebene zu begegnen, so Patrick Pauli.

„Zurückgestellt“ wurde die Labelisierung des Projekts „Vision Bahnhof Rheinfelden“ vom IBA Kuratorium. Dieses sieht zwar weiterhin das Potential in der Entwicklung des Bahnhofumfeldes, vermisst aber den entsprechenden Projektfortschritt. Diese Meinung kann das Stadtoberhaupt nachvollziehen. „Wir sind selbst mit der Entwicklung der Projekte rund um den Bahnhof nicht glücklich“, bekennt Eberhardt. Das Stadtbauamt hat die Hoffnung auf eine Labelisierung noch nicht ganz aufgegeben und setzt auf die Projektentwicklung im nördlichen Bereich und die Einrichtung einer Mobilitätszentrale im Bahnhofsgebäude. Unabhängig davon wird sich das Rheinfelder Projekt nach wie vor an der IBA Projektgruppe „Aktive Bahnhöfe“ zur Stärkung und Verknüpfung der verschiedenen Mobilitätsarten in der Region beteiligen. In diesem Rahmen ist beispielsweise eine zusätzliche Beschilderung in regional einheitlichem Design an allen teilnehmenden Bahnhöfen vorgesehen.

Die Vergabe der IBA Label findet während der Schlusspräsentation der Internationalen Bauausstellung IBA Basel im kommenden Jahr statt.

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