Rheinfelden - Die „Ressorucenscouts“ haben ihre Arbeit aufgenommen. Im Herbst des vergangenen Jahres hatte Rheinfelden gemeinsam mit der Energieagentur Lörrach-Waldshut und der Volkshochschule Rheinfelden für Geflüchtete das Modellprojekt „Ressourcenschutz im Alltag“ ins Leben gerufen. Rund 20 Interessierte nahmen daran teil und wurden unter anderem in einem sparsamen Umgang mit Energie oder in der Thematik der Mülltrennung geschult. Zehn von ihnen ließen sich in einem zweiten Schritt zu „Ressourcenschutz-Scouts“ ausbilden und werden in Zukunft „im Auftrag des städtischen Integrationsmanagements“ Beratungsgespräche speziell bei geflüchteten Familien führen und zwar in deren Landessprache, sei es arabisch, kurdisch, persisch, englisch, aber auch deutsch. Dabei werden die neu ausgebildeten Scouts aber nicht alleine gelassen.

„Die Beratungstermine werden vom Integrationsmanagement koordiniert und auch begleitet“, erklärt der Integrationsbeauftragte Dario Rago. In regelmäßigen Abständen ist auch ein Erfahrungsaustausch der zehn „Ressourcenschutz-Scouts“, die eine kleine Aufwandsentschädigung für ihre Beratung erhalten, geplant.

Mit dem Projekt übernimmt Rheinfelden im Landkreis Lörrach eine Vorreiterrolle. Die entwickelten Unterrichtsmaterialien und die Erfahrungen sollen langfristig auch anderen interessierten Kommunen und Gemeinden im Landkreis sowie open source zur Verfügung gestellt werden. „Die Begeisterung, mit der die Kursteilnehmer bei der Sache waren, macht uns zuversichtlich, dass der Ansatz, Geflüchtete als Multiplikatoren einzusetzen, richtig ist“, betont Bürgermeisterin Diana Stöcker.

  • Weitere Informationen: Das Projekt wird gefördert durch Mittel aus dem Programm „Integration von Migranten im Landkreis Lörrach“ des Landkreises und dem Programm „Qualifiziert.Engagiert“ des Landes Baden-Württemberg.