Rheinfelden/Maulburg Radweg kann gebaut werden

Rolf Reißmann
Dieser Verkehrsteiler auf der Straße aus Richtung Hüsingen wird zu einer breiten Querungshilfe ausgebaut, sodass Radfahrer auch in voller Länge auf geschützter Fläche stehen können, wenn sie anderen Fahrzeugen die Vorfahrt gewähren. Der Radweg verläuft bis Maulburg links neben der Fahrbahn. Foto: Rolf Reißmann

Der vorgesehene Radweg von Rheinfelden nach Maulburg kann gebaut werden. Das Land Baden-Württemberg hat in dieser Woche seine Zusage zur vollständigen Finanzierung des Projekts gegeben. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Maulburgs neue Rathauschefin Jessica Lang stellten das schnell umsetzbare Projekt im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs vor.

Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Maulburgs neue Rathauschefin Jessica Lang stellten das schnell umsetzbare Projekt im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs vor.

Die Zustimmung und die vollständige Finanzierung durch das Land sind möglich geworden, weil zwei entscheidende Voraussetzungen erfüllt wurden: Beide Kommunen gehen einerseits in Vorleistung, das heißt, sie finanzieren zunächst den Bau und erhalten vom Land die Kosten später vollständig erstattet. Andererseits kann das Verfahren genehmigungsfrei abgewickelt werden, weil alle Beteiligten ohne Vorbehalte der Planung zugestimmt haben. Das bedeutet: Alle Grundstückseigentümer, deren Flächen berührt werden, haben durch Verkauf oder Tausch Flächenanteile bereitgestellt. Eberhardt verwies darauf, dass mit diesem Neubau ein bereits seit langem bestehendes Projekt endlich begonnen werden könne.

3,72 Kilometer Länge

Beide Kommunen hätten 2018 eine günstige Gelegenheit genutzt, um das Land von der Dringlichkeit zu überzeugen. Inzwischen, so der Oberbürgermeister, bestätige sich, dass immer mehr Berufspendler Elektrofahrräder nutzen und damit die Steigungen relativ mühelos bewältigen können. Bei separater Verkehrsführung sei mit weiteren Umstiegen vom Auto aufs Rad zu rechnen.

Entlang der L 139 wird nun parallel zur Fahrbahn, in Richtung Maulburg vollständig an der linken Seite, ein zweieinhalb Meter breiter Radweg errichtet. Beginnen wird er dort, wo die von der Adelhauser Höhe kommende Landesstraße mit der Kreisstraße aus Minseln zusammentrifft. Über eine Länge von 3,72 Kilometern führt der Radweg dann bis zum Ortseingang von Maulburg. Dort, etwa in Höhe des Friedhofs, müssen sich die Radfahrer dann wieder in den allgemeinen Verkehr einordnen.

Höhen und Kurven

An drei Stellen, nämlich an der Einmündung der Kreisstraße, an der Einmündung der Straße aus Hüsingen und an der Ortseinfahrt Maulburg, werden Querungshilfen angelegt. Dort können Radfahrer die Fahrbahnen der einmündenden Straßen überqueren, müssen aber dem Verkehr die Vorfahrt gewähren. Zu den besonders schwierigen Abschnitten des künftigen Radweges gehört die Überquerung des Talmattbachs. Dafür wird eine zehn Meter lange Brücke gebaut.

Verbesserung für Pendler

Für die Streckenführung am Holzladeplatz Maulburg wird die Böschung nach hinten versetzt und in der Höhe mit einem Stahlnetz gesichert. Auch ist dort die seitliche Verschiebung der Landesstraße auf einer Länge von etwa 300 Metern um etwa drei Meter erforderlich. An dieser Stelle wird eine Schutzplanke den dicht an der Fahrbahn verlaufenden Radweg abtrennen.

Dominic Rago, Leiter des Rheinfelder Ordnungsamts, sieht dank des Radwegs eine weitere Verbesserung der Verkehrssicherheit, denn auf der kurvenreichen Landstraße zwischen Adelhausen und Maulburg bestehen für Radfahrer derzeit etliche Konfliktpunkte im gemeinsamen Verkehr mit Kraftfahrzeugen. Maulburgs Bürgermeisterin erwartet am Ortseingang für die störungsfreie Einfädelung der Radfahrer in den übrigen Straßenverkehr eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde für die Landesstraße. Der neue Radweg werde eine deutliche Verbesserung für die Berufspendler sein, prognostiziert Lang.

Die Kosten sind mit 3,7 Millionen Euro angesetzt. Der Baubeginn könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Gleichzeitig mit den Tiefbauarbeiten werden von Maulburg aus auch Breitbandkabel bis zu den Berghöfen verlegt.

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