Rheinfelden Mehr Qualität und mehr Bildung

Für den vor fünf Jahren eröffneten Campus wird die Schaffung einer Koordinatorenstelle angedacht. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Braucht der Campus einen Hauptamtlichen als Koordinator? Die Stadtverwaltung meint eindeutig: ja. Im Sozialausschuss gab es dazu aber etliche Bedenken und Fragen einiger Mitglieder, als das Thema per Beratungs- und Info-Vorlage auf der Tagesordnung stand.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. Fragen und Bedenken sollen bis zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses ausgeräumt sein und eine Beschlussvorlage präsentiert werden, wie Bürgermeisterin Diana Stöcker darlegte. Bis dahin haben die Fraktionen Zeit, über den Vorstoß der Verwaltung zur die Schaffung einer Stelle für die Campuskoordinierung, die beim Amt für Familie, Jugend und Senioren und dem Jugendreferat angesiedelt werden soll, zu diskutieren.

„Wir wollen künftig, dass der Campus zu einem Ort mit mehr Qualität und Bildung wird“, hatte zu Beginn Jugendreferent Andreas Kramer über die Absicht und die Ziele der Verwaltung informiert. Hintergrund ist dabei unter anderem der neue Qualitätsrahmen für die Ganztagsschule Baden-Württemberg des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport von Juli dieses Jahres.

Konzepte entwickeln

Angedacht ist in Rheinfelden, dass in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren zunächst ein Konzept von dem noch zu findenden Koordinator entwickelt wird, um die „starke Ressource“ Campus künftig besser und optimal zu bespielen. Ziel ist eine Weiterentwicklung von der Beaufsichtigung hin zu einer Ganztagsbildung mit hoher Qualität. Nach und nach sollen auch die anderen Ganztagsschulen der Stadt von dem neu entwickelten Konzept profitieren und dies umsetzen. Und zu guter Letzt soll der Campus zu einem Ort mit hohem Bildungs- und Freizeitwert werden, auch außerhalb der Schulzeit. „Die Stadt wünscht sich künftig einen lebendigen Campus“, machte Kramer deutlich.

Noch nicht ganz nachvollziehen konnte den Vorstoß mit der Koordinatorenstelle Dieter Wild für die CDU-Fraktion. „Ich wundere mich schon, dass das Thema jetzt nach fünf Jahren aufkommt und dass die bislang Beauftragten nicht regeln und konzeptionieren können sollen“, sagte er. „Was soll ein Koordinator eigentlich gesamthaft machen, andernorts funktioniert das ja auch ohne diesen Posten?“, fragte auch Eveline Klein (SPD). Ähnlich äußerte sich auch Rita Rübsam (Freie Wähler). „Ist am Campus etwa Chaos?“, fragte sie süffisant und meldete Aufklärungsbedarf an.

Allein Annette Lohmann (Grüne) begrüßte den Plan der Einrichtung einer Stelle für einen Campuskoordinator. „Es ist eine gute Möglichkeit, bei der Bildungs- und Betreuungsqualität weiterzufahren“, sagte sie.

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