Rheinfelden Mehr Sicherheit für Radler angestrebt

Das Radfahren in Rheinfelden soll sicherer werden. Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden - Die Ziele sind klar und unstrittig: Der Radverkehr auf Rheinfeldens Straßen soll sicherer werden; generell soll Fußgängern und Radfahrern mehr Vorrang eingeräumt werden – im Sinne einer fahrradfreundlichen Stadt. Diesem Ziel ist Rheinfelden jetzt wieder ein bisschen näher gekommen.

Einstimmig gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für weitere Velo-Schutzstreifen auf den Hauptachsen in der Kernstadt und in den Ortsteilen sowie für weitere Maßnahmen für noch mehr Sicherheit im Radverkehr.

Nachdem bereits im Jahr 2016 ein Verkehrs- und Mobilitätsplan vom Gemeinderat auf den Weg gebracht worden war, hatte jetzt die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie des Fachbüros Fichtner die Sache ins Rollen und letztlich auch Ergebnisse gebracht. Nach zahlreichen Sitzungen im Bau- und Umweltausschuss sowie in den Ortschaftsräten resultierte eine größere Maßnahmenliste, zu der auch die IG Velo ihren Teil beitrug.

Aufklärungskampagne und weitere Maßnahmen

Gleichzeitig war auch eine Prioritätenliste erstellt worden. Die gilt es nun so zeitnah wie möglich und finanziell im Sparhaushalt 2021 und in den folgenden darstellbar abzuarbeiten. Für dieses Jahr sind im Etat rund 100 000 Euro vorgesehen. Insgesamt umfasst der erarbeitete Maßnahmenkatalog aber einen Betrag von mindestens einer Dreiviertel Million Euro, wie Bauamtschef Tobias Obert informierte.

Wie bereits im Bau- und Umweltausschuss empfohlen, soll es jetzt in einem ersten Schritt Schutzstreifen auf Kapfbühl-, Karsauer, Beuggener und Nollinger Straße sowie auf der Durchgangsstrecke in Degerfelden geben. Dies gilt ferner für die Abzweigung in Degerfelden Richtung Eichsel.

„Das Thema sicherer Radverkehr ist eine Daueraufgabe“, erklärte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Grundsätzlich müsse es gelingen, den Radverkehr so attraktiv zu machen, dass noch mehr Menschen auf das Rad umsteigen.

Stadt hätte gerne noch mehr „Tempo 30“

Flankiert werden sollen die in hohe, mittlere und niedrige Priorität eingestuften Maßnahmen von einer größer angelegten Aufklärungs- und Werbekampagne Dabei soll es um mehr Verständnis füreinander im Straßenverkehr und ein besseres Miteinander der einzelnen Verkehrsarten gehen.

Deutlich mehr bewegen würde die Stadt Rheinfelden obendrein gerne durch Tempo 30. „Hier sind uns aber oftmals die Hände gebunden“, bedauerte der OB. Hier wünscht er sich daher mehr Mut vom Gesetzgeber, um auf diesem Weg zu mehr Sicherheit zu kommen.

Im Zuge der Machbarkeitsstudie werden jetzt aber einige Vorhaben geprüft, unter anderem auf der Karl-Fürstenberg-Straße, die zur östlichen Einfahrtschneise für Radfahrer umfunktioniert werden soll. Ebenso angedacht ist auch, wie Rainer Vierbaum (CDU) und die IG Velo anregten, die Verbreiterung des „Schwarzen Wegs“ – als sichere Route für Radler ins Gewerbegebiet.

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