Rheinfelden Meisterkonzerte sind gesetzt

Zum Auftakt der Reihe tritt das Eliot Streichquartett auf.                         Foto: Thomas Stimmel

Rheinfelden - Der erste „Aufschlag in Richtung normaler Kulturbetrieb“ soll in der Stadt Rheinfelden mit der Traditionsreihe „Meisterkonzerte“ erfolgen. Darüber freut sich Bürgermeisterin Diana Stöcker ebenso wie die neue Kulturamtsleiterin Henrike Fuder und der künstlerische Leiter Georg Mais.

Am 18. Oktober startet die sechste Saison der beim Publikum beliebten Klassik-Reihe, diesmal im Pfarrzentrum St. Josef. Zum Auftakt kommt das junge und erfolgreiche Eliot Streichquartett mit anspruchsvollem Programm nach Rheinfelden mit Streichquartetten von Haydn, Mendelssohn-Bartholdy und Beethoven.

Neu eingeführt wird bei den Meisterkonzerten eine Einführung vor dem eigentlichen Konzert. Georg Mais wird die exklusiven, rund 20-minütigen Vorträge halten, die sich an Zuhörer wenden, die tiefer in die Musik eintauchen wollen. Mais geht dabei der Frage nach, wie man Klassik eigentlich hört, er erzählt von Epochen, Komponisten und Hintergründen und wartet mit Anekdoten auf.

Da Kultur stets Kreativität bedeute und generell keine Saison wie die andere sei, sieht sich Mais für alle coronabedingten Eventualitäten gewappnet. Er sowie die Stadt zeigen höchstmögliche Flexibilität, was Sitzordnungen oder Konzertkartenvergabe betrifft. Bei entsprechend großer Nachfrage würden die Veranstalter sogar jeweils eine Zuzsatzvorstellung am gleichen Tag anbieten.

Alle Musiker zeigen sich hier absolut kooperationsbereit, betont Mais. „Die machen derzeit eine harte Schule durch. Die meisten Orchester sind in Kurzarbeit und zeigen sich jetzt offen für jede Auftrittsgelegenheit.“

Abzuwarten bleibt natürlich die Entwicklung bei den Vorgaben des Gesetzgebers. Da Orchester aus Brest oder Lemberg kommen, bleibt entscheidend, dass es keine Reisewarnungen für diese Länder gibt.

Das Philharmonische Kammerorchester Brest soll am 15. November im Bürgersaal spielen. Solist ist der Pianist Ryo Yamanishi. Gespielt wird laut Mais ein tolles Programm mit Händel, Beethoven und Tschaikowsky, der „deutsche Musik mit den Klangfarben Beethovens“ geschrieben habe.

Nicht wegzudenken sei das traditionelle Neujahrskonzert. Dieses wird am 3. Januar in Wiener Tradition gegeben. Die Junge Philharmonie Lemberg kommt mit der charismatischen Sopranistin Evelina Liubonko in den Bürgersaal. Strauss und leichte Klassik drumherum – diese beim Publikum äußerst beliebte Mischung zum neuen Jahr will Mais auch dann wieder bieten.

Zudem soll das für diesen April angesetzte und dann coronabedingt gecancelte Beethoven-Konzert am 21. Februar nachgeholt werden. Die Musiker aus Lemberg werden unter Georg Mais die berühmte 9. Sinfonie spielen, „ein absolut herausragendes Werk“. Mit dem Schlusschor aus Schillers „Ode an die Freude“ hofft Mais, dass diese Freude im nächsten Jahr auch für die gesamte Wiederbelebung der Kultur stehen wird.

Ein Klavierabend mit der „tollen, jungen Pianistin Hikaru Kanki“, so Mais, schließt die Meisterkonzerte. Sie wird Mozart, Schubert und Debussy geben. Die Pianistin spiele sich schnell in die Herzen der Zuhörer, so Mais. Davon zeuge unter anderem der Erhalt des Publikumspreises beim Musikwettbewerb Bodensee.  Der Kartenvorverkauf beginnt Mitte Juli. Abos behalten ihre Gültigkeit.

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