Rheinfelden Minseln im Wandel der Jahrzehnte

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Minseln einst und jetzt: Blick vom Retschbühl in Richtung Dinkelackerweg Foto: Petra Wunderle

Rheinfelden-Minseln (pem). „Ein gutes neues Jahr“ – Das wünscht der SPD-Ortsverein Minseln/Dinkelberg zum Jahreswechsel den Menschen. Damit verbunden ist traditionell die Vorstellung des neuen SPD-Bilder-Kalenders, der sich 2022 dem Thema „Minseln im Wandel der Jahrzehnte“ bildlich verschrieben hat.

Im Jahr 2022 ist es 50 Jahre her, dass das Dinkelbergdorf Minseln zur Stadt Rheinfelden eingegliedert wurde. Damit war das Dorf, das 754 als „Minsilido“ erstmals schriftlich erwähnt worden ist, seit 1972 keine selbstständige Gemeinde mehr, sondern Teil der Industriestadt Rheinfelden. Die Grundlage hierfür war das Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden aus dem Jahr 1968.

Eingliederung sollte Finanzkraft stärken

Nicht nur Minseln stand damals vor gewaltigen Aufgaben, die für eine kleine, finanzschwache Gemeinde kaum zu lösen waren. Über Jahrhunderte hinweg war das Dorf Minseln landwirtschaftlich dominiert gewesen und entwickelte sich nun zunehmend zu einer Wohngemeinde. „Man wohnte in Minseln, arbeitete aber vor allem auswärts, etwa in den großen Industriebetrieben in Rheinfelden oder in der nahen Schweiz. Mit bedeutenden Einnahmen, etwa Gewerbesteuer, konnte die Gemeindekasse nicht rechnen. Anderseits waren große Investitionen in die Infrastruktur und die Entwicklung des Ortes dringend nötig“, beschreibt es Eveline Klein, die an der Spitze des SPD-Ortsvereins steht, in ihrem Vorspann.

Die Eingliederungsvereinbarung von 1972 legte daher auch fest, welche Maßnahmen Rheinfelden im neuen Stadtteil Minseln durchführen werde. Der Erhalt der Grundschule wurde ebenso garantiert wie der Ausbau und die Modernisierung des bestehenden Kindergartens. Die bauliche Entwicklung sollte gefördert werden, Straßen geteert, Ortsdurchfahrt und Kanalisation ausgebaut werden. Auch die Errichtung einer Mehrzweckhalle für den Schulsport sowie für örtliche Vereine und kulturelle Veranstaltungen wurde zugesagt.

So hat sich Minseln in den vergangenen 50 Jahren weiterentwickelt und stark verändert. Der Kalender 2022 zeigt diesen Wandel anhand einiger Beispiele auf. Dabei fällt vor allem die starke Bautätigkeit der jüngsten Vergangenheit ins Auge. Viele Relikte des landwirtschaftlichen Dorfs, wie etwa der Farrenstall, die alte Schmiede und verschiedene Bauernhäuser sind heute verschwunden; ebenso alte Dorfwirtschaften wie die „Krone“ oder der „Engel“. Ehemals freie Flächen am Retschbühl und in den Baselmatten sind inzwischen bebaut.

Wer in dem Kalender blättert, entdeckt das alte und das neue Minseln. So etwa beim Blick vom Retschbühl in Richtung Dinkelackerweg 1976 und 2021. Die meisten Fotos sind von Wilhelm Hundorf, bei wenigen anderen Fotos sind die jeweiligen Quellen angegeben. Der Kalender des SPD-Ortsvereins „Minseln im Wandel der Jahrzehnte“ ist erhältlich bei Wilhelm Hundorf, Tel. 07623 / 5687; die Auflage ist begrenzt.

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