Rheinfelden Minseln und Karsau murren

Weil der Autobahnverkehr über den Turbinenkreisel zur Bundesstraße zurückgeführt werden muss, solange der Abschnitt A 98.5 nicht gebaut worden ist, befürchtet man in Minseln und Karsau eine starke Zunahme der Verkehrsbelastung. Foto: Archiv

Rheinfelden - Unverständnis und Protest hat die jüngste Expertenrunde für den A 98-Weitergebau am Dinkelberg hervorgerufen.

In Minseln und Karsau murren die beiden SPD-Ortsvorsitzenden, Eveline Klein und Lothar Wihan, und finden Unterstützung beim Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Paul Renz. Stein des Anstoßes ist die Nachricht, dass der fünfte Abschnitt erst dann gebaut werden kann, wenn die Trassenführung für den nächsten festgelegt worden ist. Das hätte aber die Folge, dass das Stück ab dem Nollinger Tunnel in Minseln vorläufig enden würde, was im Dezember des kommenden Jahres geschehen soll.

Jetzt befürchten Klein, Renz und Wihan eine stärkere Verkehrsbelastung in den beiden Dinkelbergdörfern. Denn die Fahrzeuge müssen über den Turbinenkreisel am Gewerbegebiet Schildgasse wieder zur Bundesstraße zurückgeführt werden.

Der Christdemokrat hält dies laut einer Stellungnahme für „völlig inakzeptabel“, die beiden Sozialdemokraten hatten schon vorher in einer gemeinsamen Pressemitteilung „stark in Zweifel gezogen“, dass „keine zusätzlichen Belastungen für Minseln und Karsau zu erwarten sind“, wie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann in seiner Antwort auf die Anfrage des Weiler SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger behauptet hatte (wir berichteten). Die beiden SPD-Ortsvorsitzenden hatten zudem die seit Jahren von ihnen erhobene Forderung, „die Autobahn darf nicht in Minseln und Karsau enden“, erneuert. Zudem erwarten sie, dass die ihnen seit längerem zugesagte Verkehrszählung erfolgt.

Renz hebt in seiner Stellungnahme laut Presseberichten auch auf den Baubeginn des fünften Abschnitts der Hochrhein-Autobahn ab. Dass dieser zunächst nicht „verkehrswirksam“ wird, also nicht befahren werden kann, sei für die CDU Minseln eine „Horrorvorstellung“, wie er zitiert wird. Er fordert, dass nach der Linienbestimmung im Raum Wehr und Bad Säckingen bis 2020/21 paralell mit dem danach beginnenden Planfest­stellungsverfahren auch der Bau des Abschnitts 98.5 eingeleitet werden müsse.

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