Für die Kinder war und ist es ein besonderes Erlebnis: Im Rahmen des Sommerferien-Angebots der Kaltenbachstiftung zusammen mit der Stadt Rheinfelden sind im Kulturpark Tutti Kiesi drei Wochen lang Spiele und Themenangebote angesagt.

Von Petra Wunderle

Rheinfelden. „Wir sind richtig toll belegt, die Kapazitäten sind sehr gut ausgeschöpft, alle sind hoch motiviert“, zieht Alexander Keil, Leiter des Kulturparks Tutti Kiesi, eine erste Bilanz. Seit zwei Wochen geht es rund bei der Sommerferienbetreuung für Kinder ab sechs Jahren in und um Rheinfelden.

Auch für die laufende und auch letzte Betreuungswoche haben die Organisatoren noch einmal einiges geplant. Insgesamt nehmen täglich knapp mehr als 100 Schulkinder am Spieleangebot teil. Dazu ergänzt Malte Lindeman, der stellvertretende Leiter: „Der vergangene Freitag war ein ganz starker Tag, da waren 115 Mädchen und Jungen hier. Ansonsten sind täglich so ein bis zwei Plätze frei, nach Hause mussten wir glücklicherweise noch niemanden schicken“. Dabei unterscheidet man zwischen der Wochenanmeldung und der Tagesteilnahme. „Kinder, die für eine oder mehrere Wochen angemeldet sind, haben Platzgarantie, bei der Tagesanmeldung kommen die Teilnehmer spontan, müssen aber eventuell damit rechnen, dass kein Platz frei ist“, berichtet Keil.

Worüber sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Verantwortlichen freuen: dem 19-köpfigen Helferteam gehören auch fünf Jugendliche an, die vor wenigen Jahren noch selbst am Sommerferienprogramm teilgenommen haben.

Feuerwehr sorgt für eine Wasserrutsche

„Jetzt sind sie als Helfer mit im Einsatz und haben Spielangebote auf Lager. Zum Beispiel spielen sie ganz einfach Fangen und Verstecken mit den Kindern“, freut sich Keil.

In seinem Resümee spricht er von bislang „zwei heißen Wochen“. Allein wegen der Temperaturen war viel Wasser gefragt, und so hat die Freiwillige Feuerwehr Rheinfelden einen langen Wasserschlauch samt Wasserrutsche gelegt. Auch durfte die tägliche Portion Eis nicht fehlen, das Mittagessen gehörte ebenso dazu wie ein zweites Frühstück, zu dem die Hertener Bäckerei Patané täglich 100 Brötchen spendierte.

Das Kreativangebot reicht von der Holz- und Lederwerkstatt über Stricken, Häkeln und Nähen – dazu unterrichteten zwei Damen aus der bestehenden Häkelgruppe im Bürgertreffpunkt Gambrinus -, Malen, Arbeiten mit Speckstein und mehr.

Gäste auch in der Abschlusswoche

Es wurde eine große Murmelbahn gebaut, auf dem Hüttenbauplatz ist eine Designer-Brücke entstanden und mit der eigenen Tutti-Kiesi-Trotte konnten die Mädels und Jungs Apfelsaft pressen. Ein Besuch in der Stadtbibliothek und im Kino gefiel den Teilnehmern besonders, denn sie hatten den großen Bücher- und Kinoraum für sich alleine. Eine Gruppe unternahm eine Insektenexkursion, und als eine Kindergruppe aus dem Sankt Josefshaus einen Besuch abstattete, wurde Inklusion gelebt.

Mit Blick in diese Woche sind weitere Gäste angesagt: zwei Künstlerinnen entführen in die Welt der Drucktechnik und zwei Tänzerinnen studieren mit den Kindern Tänze ein. „Meine Freundin und ich kommen diese Woche wieder. Es macht richtig Spaß und wir freuen uns aufs Tanzen“, bestätigt ein Mädchen vom Dinkelberg.