Rheinfelden Neue Abteilung Akut-Geriatrie

Schauen optimistisch in die nächsten Jahre des Kreiskrankenhauses Rheinfelden: (von links) Bernhard Hoch, Christoph Haag, Udo Schwehr und Albrecht Kühnle vom Ärzteteam der Kreiskliniken GmbH. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Ungeachtet der Grundsatzentscheidung, zum Ende des Jahres 2025 alle Krankenhäuser des Landkreises im neuen Zentralklinikum bei Lörrach-Hauingen aufgehen zu lassen, geht am Standort Rheinfelden noch etwas. Optimismus herrscht im dortigen Kreiskrankenhaus, weil wieder einiges auf den Weg gebracht worden ist. „Mit Hochdruck sind wir auf der Suche nach einem Nachfolger für den Cheforthopäden Stefan Endres“, betonte Bernhard Hoch, Geschäftsführer Medizin der Kreiskliniken Lörrach GmbH, beim gestrigen Pressegespräch in Rheinfelden. Vergangene Woche hatte die Klinik  schon länger kursierende Gerüchte über dessen Weggang bestätigt. 

Neuer Chefarzt gesucht

Bis ein neuer Chefarzt eingestellt ist, leitet Christoph Haag den Bereich Orthopädie, der zuletzt wegen der Corona-Pandemie auf Null gefahren worden war und Operationen nur noch im Kreiskrankenhaus Lörrach stattfanden. Haag war eigentlich schon in den Ruhestand verabschiedet, ist jetzt aber wieder reaktiviert worden. Der 67-Jährige will jetzt tatkräftig daran mitwirken, alles wieder zu beleben und zum Laufen zu bringen. Vorerst wird wieder an zwei Tagen in der Woche in der Orthopädie operiert – mit allem Drum und Dran und im bisherigen Leistungsspektrum.

Akut-Geriatrie

Ganz neu eingeführt wird am KKH Rheinfelden eine Abteilung Akut-Geriatrie. Unter der Leitung von Albrecht Kühnle, Chefarzt der Geriatrie in Lörrach, wird eine eigene Station aufgebaut, die später dann ins Zentralklinikum integriert wird. „Angesichts der demografischen Entwicklung wird der Bereich Akut-Geriatrie immer wichtiger“, machte Kühnle deutlich. Gleichzeitig verwies er bei dem künftigen Angebot auf die gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein des KKH Rheinfelden, der die Neuerung begrüßt, weil mal der Wunsch nach geriatrischer Versorgung vor langer Zeit laut geworden war. Mobilisierung, möglichst lange die Bewegung aktiv erhalten sowie Sturzprophylaxe: Das sind die Schwerpunkte in der Abteilung in Rheinfelden.

Grundversorgung bleibt

Weiter aufrechterhalten wird auch die Innere Abteilung unter der Leitung von Udo Schwehr. „Das KKH war, ist und bleibt ein Haus der Grundversorgung“, stellte er heraus. Ob Kardiologie, Lungen/Bronchienuntersuchungen, ob Endoskopie oder Rheumatologie: Das Portfolio ist breit gefächert. Dazu stehen auch ein hochmodernes Ultraschallgerät, CT, weiteres medizinisches Spezialgerät und eine Radiologin zur Verfügung. Das Ärzteteam besteht derzeit aus einem Chefarzt, drei Oberärzten und neun Assistenzärzten. Weitere sollen folgen.

„Wir brauchen das Haus“, machte Bernhard Hoch deutlich – natürlich nur solange, bis das Zentralklinikum öffnet. Was dann komme, wisse er nicht. Gespräche seien aber im Gange, so der Geschäftsführer Medizin.

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