Rheinfelden - Der Bahnhof der Löwenstadt hat einen neuen Besitzer. Wie während eines Mediengesprächs bestätigt wurde, hat Karl Löffler ihn erworben.

„Es waren sehr schwierige Verhandlungen“, erklärte der Seidenweber-Investor beim Pressegespräch, zu dem Oberbürgermeister Klaus Eberhardt eingeladen hatte. Was insbesondere an der Deutschen Bahn (DB) lag. Die Verträge wurden am Mittwoch unterzeichnet, nachdem die Berliner Konzernzentrale am 27. November endlich grünes Licht gegeben hatte.

Nutzung wird schwierig sein

Aber nicht nur die Verhandlungen sind nach Löfflers Darstellung schwierig gewesen, sondern auch die künftige Nutzung wird es sein. Denn im zweistöckigen Hauptgebäude bleibt der Fahrkartenschalter und die DB-Kommunikationszentrale für die Strecke Basel-Schaffhausen. Und im Obergeschoss werden die beiden Wohnungen weiter von DB Cargo und der Südbadenbus-Gesellschaft genutzt.

Bleibt also nur der Flachbau zur Fußgängerunterführung hin. Hier könnte sich Löffler eine „Fahrradmobilität“ vorstellen mit Zweiradverleih und Velowerkstatt. Dafür aber müsste der Gebäudeteil erweitert werden. Was wiederum auf Probleme stößt, weil die Bahn wegen Versorgungsleitungen das Grundstück eher behalten will. Zugleich aber betont der frisch gebackene Bahnhofsbesitzer mit Blick auf den Oberbürgermeister: „Ein wichtiger Punkt wäre auch die Tourist-Information“.

Investor in höchsten Tönen gelobt

Der so Angesprochene gibt hierzu nur an, dass dies angedacht sei und lobt den Investor in höchsten Tönen. Zugleich sagt er ihm die Unterstützung der Stadt zu, auch im Rahmen der Sanierungsprojekts „Stadtmitte West“. Im Zuge dieses Vorhabens sind auch Mittel im Haushalt für das kommenden Jahr eingeplant, nämlich für die Mobilitätszentrale 200 000 Euro an Ausgaben und 120 000 Euro an Einnahmen (60-prozentige Zuschussquote) vom Land vorgesehen. Was bei den Beratungen auch nicht zu Diskussionen führte. Stadtbaumeister Wolfgang Lauer ergänzte, dass er weitere Zuschussmöglichkeiten prüfe, so auch eine Förderung durch den Pendlerfonds. Abschließend urteilt Eberhardt: „Aus Sicht der Stadt ist es ein Idealfall.“

Löffler erklärte abschließend auch noch sein Motiv für den Kauf: Ich muss schauen, dass die Bahnhofszukunft nicht die Seidenweber-Aktivitäten tangiert, sondern diese ergänzt.“