Rheinfelden Neues Gesicht für die gute Stube

In Kombination mit einem gläsernen Wintergarten soll das Haus Salmegg ab Frühjahr 2021 in neuem Glanz erstrahlen. Grafik: zVg/Wohnbau Rheinfelden

Rheinfelden - Eines der Wahrzeichen der Stadt Rheinfelden bekommt eine Verjüngungskur: Das Haus Salmegg, gleich neben der Rheinbrücke gelegen, erhält einen neuen Wintergarten. Nach Vorliegen der Baugenehmigung und Zustimmung des Denkmalamts hat die Städtische Wohnungsbaugesellschaft bereits mit dem Rückbau des bisherigen Wintergartens begonnen.

Bis spätestens nächsten April sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. „Die spezielle Herausforderung bei diesem Projekt liegt darin, dass das aus dem frühen 19. Jahrhundert stammende Haus unter Denkmalschutz steht“, wird Markus Schwamm, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft, der Eigentümerin des Gebäudes, in einer Pressemitteilung zitiert.

Ganzjährige Nutzung

Heute wird der Bau unter anderem von einem italienischen Restaurant und dem städtischen Verein für Kunst und Geschichte genutzt. Außerdem beherbergt das Haus Salmegg das Trauzimmer der Stadt Rheinfelden sowie einen angeschlossenen Veranstaltungssaal und mehrere Ausstellungsräume des Vereins für Kunst und Geschichte Haus Salmegg. „Das erfordert einerseits eine enge Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und der Stadt Rheinfelden, andererseits bedarf es einer qualitativ besonders hochwertigen Ausführung der Planung und Baumaßnahmen.

Besonders die Materialität, die Farbgebung und den konstruktiven Anschluss an das bestehende Gebäude haben wir detailliert mit dem Denkmalamt abgestimmt“, versichert Schwamm.

Denkmalschutz

Bürgermeister Klaus Eber­hardt ergänzt: „Einen modernen Anbau in harmonischem Einklang mit der historischen Gebäudesubstanz zu errichten, ist nicht nur architektonisch eine große Herausforderung. Die vorliegenden Pläne versprechen einen spannenden Kontrast zwischen dem bestehenden Gebäude und der neu konzipierten Wintergartenkonstruktion. Wir sind uns sicher, dass die Städtische Wohnungsbaugesellschaft auch mit diesem Projekt dazu beitragen wird, das Erscheinungsbild Rheinfeldens um ein weiteres Glazlicht zu bereichern. Und ich freue mich, dass die ‚gute Stube‘ Rheinfeldens nun so wunderbar ergänzt wird.“

Im Vorfeld der Baumaßnahmen waren bereits einige für den Umbau erforderliche Vereinbarungen zwischen Stadt und Wohnbau getroffen worden. Hierzu zählten unter anderem Änderungen vorhandenerer Dienstbarkeiten sowie der Stellplatznachweise.

Siebenstellige Kosten

Der Neubau des Wintergartens bildet den Abschluss eines ganzen Maßnahmenbündels, das die Städtische Wohnungsbaugesellschaft seit dem vergangenen unternommen hat, um den geschichtsträchtigen Bau auf den Stand der Zeit zu bringen, darunter bau- und brandschutzrechtlichen Optimierungen. Um eine ganzheitliche Aufwertung des historischen Gebäudes sicherzustellen, werden im Anschluss an den Neubau des Wintergartens auch die Außenanlagen optisch aufgewertet und neu gestaltet.

Die veranschlagten Baukosten nähern sich laut Pressemitteilung einer siebenstelligen Summe. „Die für eine Sanierung erheblichen Kosten erklären sich durch die Besonderheiten des Bauvorhabens: Allein die Wiederherstellung der Außenanlage, die höherwertige Elektroinstallation sowie die vorgesehenen Sonnenschutz-vorrichtungen machen einen guten Teil des Gesamtbudgets aus“, wird Schwamm zitiert.

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