Rheinfelden Neues Konzept für die Kitas

Heinz Vollmar
Stellten das neue Konzept vor: (von links) Carolin Eichin, Susanne Maria Kraft, Kristin Schippmann und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Foto: Heinz Vollmar

Die Stadt Rheinfelden will bei der Kinderbetreuung neue Wege gehen und mithilfe eines Pilotprojekts eine spürbare Entspannung auf dem Fachkräftemarkt herstellen.

Von Heinz Vollmar

Rheinfelden. Das Pilotprojekt „VÖ+“ wurde gestern bei einem Pressegespräch mit Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Bürgermeisterin Kristin Schippmann, Susanne Maria Kraft, der Leiterin des Amtes für Familie, Jugend und Senioren, sowie Carolin Eichin von der Jugendhilfeplanung des Landratsamtes vorgestellt.

Das Konzept sieht vor, künftig zwischen der Bildungs- und der Betreuungszeit zu unterscheiden. So sollen Fachkräfte entsprechend ihrer Qualifikation und ihrem Bildungsauftrag fokussiert für die Vermittlung von Bildungsinhalten eingesetzt werden.

Hilfskräfte sollen eingesetzt werden

Für die ergänzende Betreuungszeit, die bei Ganztagsbetreuung zusätzlich zum gesetzlichen Rechtsanspruch von 30 Stunden pro Woche anfällt, sollen indes Hilfskräfte beziehungsweise geeignete anderweitige Kräfte eingesetzt werden.

Auf diese Weise sollen die Fachkräfte von den Betreuungsstunden entbunden und zielgerichtet eingesetzt werden, um die Bildungsarbeit zuverlässig zu gewährleisten.

Bei der Vorstellung des Konzepts betonten die Verantwortlichen, dass man mit dem Pilotprojekt eine spürbare Entspannung auf dem Fachkräftemarkt herstellen könne, ohne die Kosten zu erhöhen oder Einbußen in der Bildungsqualität in Kauf zu nehmen. Gleichzeitig biete es die Möglichkeit, den Eltern eine vollumfängliche Ganztagsbetreuung im gewohnten Kostenumfang bereitzustellen.

Unterstützung findet das Pilotprojekt von Seiten des Landratsamtes. Wie Carolin Eichin von der Jugendhilfeplanung versicherte, sei das Landratsamt dankbar für innovative Ideen. Sie wies darauf hin, dass im Landkreis Stand März 470 Betreuungsplätze fehlten. In Rheinfelden sind es aktuelle 200 fehlende Betreuungsplätze im U3- und Ü3-Bereich.

In Schulung auf Aufgabe vorbereitet

Eberhardt, Schippmann und Kraft zeigten sich zuversichtlich, dass man, sollte das Pilotprojekt genehmigt werden, auch genügend Hilfskräfte für die Betreuungsarbeit finden werde. Diese müssten zuvor jedoch im Rahmen eines gemeinsamen Schulungskonzepts von Stadt und Landratsamt auf ihre neue Aufgabe vorbereitet werden.

Sollte der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) das Rheinfelder Pilotprojekt genehmigen, könnte es zu Beginn des Kindergartenjahres 2023/24 in Kraft treten.

Zunächst soll das Pilotprojekt jedoch nur im Ü3-Bereich in den Kindertageseinrichtungen „Kunterbunt“ in Oberrheinfelden und „Bienenkorb“ in Karsau umgesetzt werden.

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