Rheinfelden Neues Tor zur Innenstadt

Heinz Vollmar
Vor der Rudolf-Vogel-Anlage soll ein Verkehrskreisel entstehen. Foto: Heinz Vollmar

Die städtischen Bereiche Oberrheinplatz, Elsa-Brändström-Straße, Güterstraße sowie der Bahnhofsplatz sollen aufgewertet werden. Der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes zu einer modernen, zugänglichen Mobilitätsdrehscheibe kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Von Heinz Vollmar

Rheinfelden. Das städtebauliche Entwicklungskonzept, das als Grundlage dienen soll, wurde in der öffentlichen Sitzung des Rheinfelder Gemeinderats am Donnerstag bei einer Gegenstimme zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, auf Grundlage dieses Konzepts den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan „Entwicklungsbereich Güterstraße“ vorzubereiten.

Aufwertung der Nord-Süd-Achse angestrebt

Infolgedessen soll die Rheinfelder Innenstadt, vor allem der Bereich der Güterstraße und des Bahnhofsplatzes ein völlig neues, attraktives, städtebauliches Antlitz erhalten. Bis es so weit ist, werden jedoch noch einige Jahre ins Land gehen, wie auch OB Klaus Eberhardt in der Sitzung des Gemeinderats betonte.

Dem Konzept zufolge, das von einem Projektteam bestehend aus dem Architekturbüro Sacker GmbH, Fichtner Water & Transport GmbH und Henne Korn Landschaftsarchitekten Part GmbH aus Freiburg erarbeitet wurde, soll vor allem die Nord-Süd-Achse zwischen dem Bahnhofsplatz und dem Oberrheinplatz aufgewertet werden.

Kreisverkehr an der Rudolf-Vogel-Anlage

An der Güterstraße sollen daneben Neubauten für Gewerbe, Dienstleistungen und Wohnen entstehen. Der Anfang der Elsa-Brändström-Straße soll zu einem einladenden Tor zur Innenstadt werden. Die neu entstehende Bebauung soll darüber hinaus mittels einer Tiefgarage über einen Kreisverkehr an der Rudolf-Vogel-Anlage angedient werden.

Die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes sieht vor, dass dort eine moderne Mobilitätsdrehscheibe mit dem historischen Bahnhofsgebäude als zentralem Punkt entsteht. Ein ebenerdiger Zugang von der Rheinbrückstraße soll außerdem eine großzügige Verbindung des Bahnhofsplatzes in Richtung der alten Rheinbrücke zur Schweiz ermöglichen.

Gemeinderat will zügiges Entwicklungskonzept

Überwiegend zufrieden mit der Planung zeigten sich die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen. Sie freuten sich besonders darüber, dass beim vorliegenden Konzept auch dem Fuß- und Radverkehr vermehrt Rechnung getragen wird. Als Nadelöhr bezeichneten sie jedoch die nach wie vor bestehende Unterführung von der Güterstraße zum Bahnhof, die jedoch an beiden Seiten geöffnet werden soll.

Jörg Moritz-Reinbach (Sören) gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass im Rahmen des Konzepts auch Klimafolgen abmildernde Maßnahmen verwirklicht werden, während Karin Paulsen-Zenke (SPD) die Frage aufwarf, ob der Platz für einen Kreisel an der Rudolf-Vogel-Anlage ausreicht, ohne den benachbarten Grünzug in Mitleidenschaft zu ziehen.

OB Eberhardt rührt kräftig die Werbetrommel

Alle Fraktionen sprachen sich für eine zügige Umsetzung des Konzepts aus. Karin Reichert-Moser (FW) sagte, es wäre geradezu fatal, wenn es zu keiner Umsetzung kommen würde. Sorgen um die Finanzierung machte sich derweil Benno Mühlhaupt (FDP). Er stimmte gegen die Beschlussvorlagen, obwohl Oberbürgermeister Eberhardt noch einmal auf die Chance hoher Zuschüsse und die große Bedeutung für die Stadt Rheinfelden, für das Wohnen, das Gewerbe, das damit verbundene Dienstleistungsangebot und die städtebauliche Entwicklung hinwies.

Einigkeit herrschte in der Überlegung, spätestens nach der Umsetzung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts die Kapuzinerstraße als reine Fußgängerzone auszubauen, was zuvor auch Paul Renz (CDU) gefordert hatte.

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