Rheinfelden Nicht alles ist auch umsetzbar

Die Oberbadische
Die Teilnehmer an der Verkehrsschau an der ersten Station in Degerfelden im Kreuzungsbereich der Grenzacher- und der Kleinbachstraße. Foto: Heinz Vollmar

Wenn es um das Thema Verkehr und Verkehrssicherheit geht, führt dies allzu oft auch zu politischen Diskussionen, denn nicht alles, was gewünscht wird, kann auch umgesetzt werden. Rechtliche, bauliche wie auch finanzielle Überlegungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Rheinfelden (mv). Bei der im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Verkehrsschau, die am Mittwoch im Wesentlichen die Ortsteile Degerfelden, Adelhausen, Nordschwaben, Nollingen und Warmbach betraf, wurde im Beisein von Polizei, Ordnungsamt und Bauamt geprüft, was machbar ist und welche Problemstellungen sich beim ein oder anderen Begehren der Ortsteile ergeben.

Degerfelden

So auch bei der ersten Station im Kreuzungsbereich der Grenzacher und der Kleinbachstraße in Degerfelden. Hier fordert der Ortschaftsrat seit langem eine Überquerungshilfe oder eine ähnliche Möglichkeit, damit vor allem Schul- und Kindergartenkinder sicherer über die Grenzacher Straße gelangen können. Aufgrund der baulichen Realität, der privaten Grundstückseigentümer und vor allem aus verkehrstechnischen Gründen ist das Begehren jedoch schwer umzusetzen, wie vor Ort festgestellt wurde und auch beim anschließenden Pressegespräch von Ordnungsamtsleiter Dominic Rago noch einmal thematisiert wurde. Er schlug vor, zunächst Geschwindigkeitskontrollen zu intensivieren und auch den Schulwegplan anzupassen. Darüber hinaus soll ein gesondertes Schreiben noch einmal an die Eltern der Schul- und Kindergartenkinder gerichtet werden, um auf die prekäre Verkehrssituation hinzuweisen.

Adelhausen

Ein Fußgängerüberweg war indes im Bereich Rheintalstraße/ Dr.-Karl-Fritz-Platz in Adelhausen gefordert worden. Hier soll zunächst eine Fußgänger- und Verkehrszählung stattfinden, außerdem werden die Verkehrsschilder „Achtung Kinder“ versetzt, um die Autofahrer auf mögliche Gefahren durch überquerende Kinder an den dortigen Bushaltestellen aufmerksam zu machen.

Nordschwaben

Einem Antrag auf Tempo 30 auf der Schopfheimer Straße in Nordschwaben zwischen der Halle bis nach der Abzweigung, die zum Rathaus führt, soll hingegen noch in diesem Jahr Rechnung getragen werden. Die Umsetzung war bereits im Jahr 2015 von Verkehrsplanern erhoben worden, so der Leiter des Ordnungsamtes Dominic Rago.

Nollingen

Keinen Bedarf für eine komplette Tempo-30-Zone für die gesamte Untere Dorfstraße in Nollingen ergab die Verkehrsschau indes in Bezug auf ein entsprechendes Begehren der Stadtteilbeirates aus Nollingen. Die Stadtteilbeiräte aus Nollingen und der Kernstadt wollten mit einer Ausweitung der Tempo 30-Zone in einem weiteren Teilabschnitt der Unteren Dorfstraße die Verkehrssicherheit erhöhen, wofür jedoch die rechtlichen Voraussetzungen und auch die entsprechenden Notwendigkeiten fehlen.

Warmbach

Keine Notwendigkeit für etwaige Änderungen an der Situation für Fahrradfahrer ergab die Verkehrsschau so auch für die Eichbergstraße in Höhe des Freibades in Warmbach. Nach Auskunft von Rago wurden für diesen Bereich Probleme für Radler vom Stadtteilbeirat Warmbach aufgezeigt, die durch parkende PKW entlang der Eichbergstraße auftreten könnten.

Vieles umgesetzt

Unabhängig von der Verkehrsschau am Mittwoch habe sich die Stadt als untere Verkehrsbehörde nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Ortsteilen engagiert, wo eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt wurden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, so Rago. In diesem Zusammenhang verwies er auf eine sehr gute Kommunikation zwischen den Ortschaftsräten und der Verwaltung, die auch unabhängig von den Verkehrsschauen dazu führt, dass bereits Verbesserungen herbeigeführt werden konnten.

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