Rheinfelden Politik gegen die Verdrossenheit

Die Oberbadische, 13.11.2017 23:00 Uhr

Erstmalig fand die Demokratiekonferenz des Kantons Aargau und des Landes Baden-Württemberg nicht in einer der Hauptstädte statt, sondern in der gemeinsamen Grenzregion in Rheinfelden (CH). Im Mittelpunkt der Tagung stand der Umgang mit direkter Demokratie und Bürgerbeteiligung in der Praxis.

Rheinfelden/CH. Politiker und Wissenschaftler setzten sich bei dieser Tagung mit Grenzen und Potenzialen demokratischer Teilhabe auseinander. In diesem Rahmen gaben auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Stadtammann Franco Mazzi sowohl in einem Workshop als auch bei einem kleinen „Grenzspaziergang“ Einblick in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor Ort.

Unter dem Motto „ein Blick in die Geschichte hilft bei der Suche nach einer gemeinsamen Identität“ gab Stadtammann Franco Mazzi den Kongressteilnehmern einen kurzen historischen Abriss über die verbindenden Begebenheiten der Region. Sein „Rheinfelder Zwilling“, wie Mazzi Oberbürgermeister Klaus Eberhardt bezeichnete, skizzierte anhand gemeinsamer Projekte wie „Entente florale“, „Rheinsteg“, „Seveso-Störfallrichtlinie“ und „Verkehrssymposium“ die gemeinsame Zusammenarbeit und die Einbindung der Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins. „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit beinhaltet einen klaren Mehrwert. Man streicht nicht ab, sondern summiert auf“, so das klare Bekenntnis des Oberbürgermeisters.

An der Konferenz nahmen bekannte Referenten und Gäste teil, unter anderem der Direktor des Landtags Berthold Friess und der Großratspräsident Benjamin Giezendanner. Der Aargauer Regierungsrat wurde von Landammann Stephan Attiger und Regierungsrat Urs Hofmann vertreten. Darüber hinaus nahmen die diplomatischen Vertretungen aus Deutschland und der Schweiz sowie verschiedene Exekutivmitglieder der Gemeinden aus der gemeinsamen Grenzregion teil. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann musste aufgrund der Koalitionsverhandlungen in Berlin seine Teilnahme kurzfristig absagen. Über die Ausrichtung in Rheinfelden freuten sich beide Stadtoberhäupter und sahen darin auch eine Würdigung ihrer Bemühungen.

 
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