Rheinfelden Quartett hat die besten Klima-Ideen

Rheinfelden - Klimaschutz findet lokal statt, ist eigentlich ganz einfach und kann von jedermann umgesetzt werden. Der Ideenwettbewerb 2018 der Stadt Rheinfelden setzte genau da an und fragte, was für Klimaschutzprojekte von Schulen, Vereinen und anderen Akteuren im Laufe des Jahres durchgeführt wurden.

Die Jury traf sich dieser Tage, um die Bewerbungen des städtischen Ideenwettbewerbs auszuwerten. Bis zum Einsendeschluss am 31. Oktober waren sieben Projekte bei der Stadt eingegangen, sechs davon in der Kategorie „Mitmachprojekt“ und ein Kooperationsprojekt.

Ist Platikmüll gar ein Verbrechen?

Als Sieger gingen Lena Preiss, Franziska Baranowski, Vivian Pazmany und Vincent Glaw von der Gewerbeschule Rheinfelden aus dem Wettbewerb hervor. Unter dem Titel „Rettet Rheinfelden! – Ist Plastikmüll ein Verbrechen?“ entwickelten die Schüler verschiedene Ideen und Aktionen zur Müllvermeidung. Beispielsweise warben sie bei Fastfood-Läden, die gerne von Schülern aufgesucht werden, für den Verzicht auf Plastikverpackung. Am ganztägigen Infotag der Gewerbeschule organisierten sie unter dem Motto „Tatort Quizparcours“ mehrere Spiele und Bastelaktionen. So mussten die Mitschüler zum Beispiel an einem Zeitstrahl die unterschiedlichen Zerfallszeiten von Verpackungsmaterialien zuordnen oder konnten sich aus einem Tetrapack ein Portemonnaie basteln.

Darüber hinaus integrierten sie die Firma Plastik Vogt mit Präsentationen zum Weg des Mülls und deren Folgen für die Umwelt in ihren Auftritt. Ideen für die Verwendung des Preisgeldes in Höhe von 500 Euro haben die Schüler auch schon. Sie wollen damit Bottleboxen zum Sammeln von Pfandflaschen und fairtrade zertifizierten Stofftaschen kaufen. Die Jury zeigte sich von den innovativen und kreativen Ideen der Schüler sehr beeindruckt. Darüber hinaus gefiel den Juroren, dass in das Projekt alle am Müllkreislauf Beteiligten - Verteiler, Nutzer und Entsorger – eingebunden wurden. „Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ansatz mit geeigneter Öffentlichkeitsarbeit ein großes Potential hat“, urteilt Jurymitglied Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Südwest.

Platz zwei in der Kategorie „Mitmachprojekte“ ging an den Tennisverein in Herten, dessen Trainer mit den Jüngsten eine jährliche Putzaktion im Hertener Loch durchführt. Das Projekt punktete insbesondere durch die Einbindung der Jugend und die damit verbundene frühe Bewusstseinsbildung.

Über den dritten Preis in dieser Kategorie durfte sich das Familienzentrum freuen, das jedes Jahr mehrere Tauschbörsen organisiert. Im Gegensatz zu anderen Tauschbörsen, die ebenfalls als Projekte eingereicht wurden, gefiel der Jury hier, dass die Waren ohne Geldeinsatz getauscht werden.

Als einziges „Kooperationsprojekte“ erhielt die evangelische Kirche Rheinfelden den ersten Preis in dieser Kategorie. Sie möchte mit Hilfe von Datenloggern Temperaturen in Kindertages- und anderen Einrichtungen auslesen, um die Nutzer zu sensibilisieren und die Heizungseinstellungen zu überprüfen. Als zweite Aktivität möchte die Gemeinde über LED-Lampen aufklären und so das Bewusstsein zur Energieeinsparung bei Institutionen und Bürgern schärfen.

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