Rheinfelden Religionen gegenseitig respektieren

Die Oberbadische, 11.01.2018 23:00 Uhr

Bindeglied zwischen den Religionen sein und den Austausch der Religionen ermöglichen: Das hat sich der Christlich-Islamische Verein Hochrhein (CIV) von Beginn an auf die Fahnen geschrieben.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. Initialzündung für die Gründung des Vereins im Jahr 1999, maßgeblich vorangetrieben von Pfarrer Werner Ross, waren damals die Diskussionen um den Bau eines Minaretts bei der Alpenrenler-Moschee. Viel Aufklärungs- und Begegnungsarbeit wurde fortan vor allem durch den rührigen Pfarrer und seine anfänglich rund 40 Mitstreiter unterschiedlicher Konfessionen und Religionen geleistet. Stets hat sich der Verein als Dialogverein verstanden.

An die gute Arbeit in den ganzen Jahren will die seit dem Jahr 2013 amtierende Vorsitzende Dagmar Henninger wieder anknüpfen, nachdem Pfarrer Ross nach 14 Jahren an der Spitze ausgeschieden war. „Es ist an der Zeit, dass wir wieder verstärkt an die Öffentlichkeit gehen und auf uns und unser Anliegen aufmerksam machen“, machte sie bei jüngsten Treffen des Vorstandes des Vereins deutlich. Vermehrt soll es in diesem Jahr Vorträge und Veranstaltungen geben.

Vorstandswahlen

Ende des vergangenen Jahres hatte der Verein zudem zur Vorstandswahl gerufen. Dabei wurde neben der wiedergewählten Vorsitzenden (römisch-katholisch) mit Süreyya Emre (islamisch-türkischer Herkunft) nicht nur eine Nachfolgerin für den ausgeschiedenen Abdelhamid Baioui als Stellvertreterin gefunden, sondern auch mit Elif Avcik (islamisch-türkischer Herkunft) auch der bislang vakante Posten der Beisitzerin besetzt. Als beratendes Mitglied gehört weiterhin Pfarrer Jörg Hinderer (christlich-evangelisch) dem Verein an.

Ganz besonders stolz ist man, dass mit Hannelore Nuß und Claudius Beck zwei Personen dem Vorstand von der kommunal-staatlichen Ebene angehören. „Das gibt es sonst eigentlich nirgends in unseren Dialoggruppierungen im Land“, freut sich die Vorsitzende.

Vorschau und Ziele

Nachgedacht wird im Verein darüber, die früheren multireligiösen Gebete wieder zu beleben. Vielleicht wird es auch irgendwann mal ein größeres Begegnungsfest geben, wozu aber eine stattliche Zahl Helfern notwendig ist. „Wir wollen den Verein unbedingt am Leben halten“, betont die Vorsitzende. „Begegnungen sind für uns zentral“, formuliert Jörg Hinderer. Plattform und Rahmen bieten, auf friedvoller Ebene kommunizieren sowie gegenseitiger Respekt: Das sind die obersten Ziele des CIV.

Kontakt Vorsitzende Dagmar Henninger, Tel. 07623/61477, Internet: www.civh.de.

 
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