Rheinfelden Schwarze Null ist in Sichtweite

Die kirchliche Sozialstation hat viele Betätigungsfelder. Unter anderem zählt auch Betreutes Wohnen dazu, wie hier im Gebäude in der Karl-Fürstenberg-Straße. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Die kirchliche Sozialstation ist eine segensreiche Einrichtung. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1976 ist der paritätisch von den beiden Kirchengemeinden und auch von der Stadt unterstützte Betrieb, dessen Geschäfte der Caritasverband Hochrhein führt, stetig gewachsen.

Das Erfolgsmodell übernahm immer mehr Aufgaben und wertvolle Angebote für die Stadt im Bereich der Pflege, der Daseinsvorsorge und bei sozialen Angeboten für hilfsbedürftige Menschen. In der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses gab es daher auch ein dickes Lob für die im vergangenen Jahr geleisteten Arbeiten. Ein Sonderlob verteilte das Gremium für die zuletzt in den schwierigen Zeiten von Corona aufrechterhaltenen und geleisteten Dienste, was durch einen täglich tagenden Krisenstab realisiert wurde. „Die Sozialstation ist ein verlässlicher und wichtiger Partner der Stadt. Die Einrichtung übernimmt in vielen Bereichen wichtige Aufgaben“, brachte es Bürgermeisterin Diana Stöcker für das Gremium auf den Punkt.

Zuversicht überwiegt bei allen Beteiligten

Zuvor hatten Peter Schwander und Stefanie Grün von der Geschäftsleitung eine wirtschaftlich und personell gute Lage skizziert. „Wir werden das Jahr 2019 wohl mit einer schwarzen Null abschließen“, erklärte Schwander und nannte als Hauptgrund dafür, dass die Bilanz noch nicht endgültig fertig gestellt ist, sowie die durch die Corona-Pandemie zusätzlich entstandenen Aufgaben.

Aktuell ist der Caritasverband in Verhandlungen mit den Krankenkassen, um ein künftig dringend benötigtes aufgestocktes Budget in diesem Bereich zu erhalten. Dabei gibt er sich recht zuversichtlich, zumal gemeinsam mit mehreren Caritas-Verbänden aus anderen Regionen verhandelt wird.

Ziel ist es, Umfang und Standards der geleisteten Pflege- und Vorsorgeangebote nicht nur zu halten, sondern möglichst auch noch auszubauen, so Schwander. „Bei uns kriegt jeder ein Angebot, es gibt keine Warteliste“, zeigte sich Stefanie Grün zudem stolz. Man habe in den vergangenen Corona-Monaten viel Lob und Anerkennung von den Menschen, sowohl von den zu Pflegenden als auch von Angehörigen, erfahren. Ebenfalls stolz zeigt sich die Geschäftsführung auf die in Pflegekreisen gute Bezahlung der Beschäftigten durch den Caritasverband. Statt von systemrelevanter Arbeit und Tätigkeiten wollte das Duo Schwander/Grün aber eher von „gemeinsam-relevanter Arbeit“ sprechen.

Die Anleitung zur Selbstständigkeit, das steht im Fokus bei der Betreuung, dazu die Begleitung und Versorgung der Menschen. Möglichst lange daheim bleiben zu können, heißt das Motto für die Bürger, und dies auch speziell nach der Devise „Was kann ich noch oder wieder?“

Imposante Zahlen

Die Zahlen für das vergangene Jahr sind beeindruckend. So wurden 403 Personen in der Sozialstation versorgt. Es gab 95 242 Hausbesuche, dazu 96 Beratungsbesuche und 80 Personen in der Tagespflege. Sprunghaft gestiegen ist das Angebot von „Essen auf Rädern“ auf insgesamt rund 42 000 Essen.

Weiterhin zum Angebot gehört die Kinderintensivpflege. In den vergangenen drei Jahren konnten hier 29 Kinder betreut und versorgt werden, was eine erhebliche Entlastung für die Familien bedeutete.

Bleiben Sie immer bestens und umfassend informiert: Jetzt 4 Wochen für 4 Euro das ePaper inkl. Vorabendausgabe lesen! Schnell HIER anfordern.

Umfrage

Teil-Lockdown

Glauben Sie, dass durch die Verschärfung des Teil-Lockdowns die hohen Infektionszahlen in Deutschland bald wieder sinken werden?

Ergebnis anzeigen
loading