Rheinfelden Sicherheit treibt beide um

Evonik-Sicherheitschefin Kerstin Janzen erläutert dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster das von ihr und ihrer Mannschaft entwickelte Konzept zur einfachen Gefahrendarstellung (GERDA). Foto: zVg

Rheinfelden - CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster besuchte jüngst Evonik in Rheinfelden. Mit seinen 1200 Mitarbeitern ist der Produktionsstandort von Evonik einer der größten Arbeitgeber vor Ort. Neben einem ersten Kennenlernen zwischen dem neuen Standortleiter Olaf Breuer und Schuster ging es bei dem Termin auch um das Thema Sicherheit.

Nach einer kurzen Vorstellung des Konzerns, seiner Produkte und dem Standort durch Breuer, berichtete Kerstin Janzen von ihrer Arbeit als Sicherheitschefin bei Evonik. „Sicherheit hat bei uns oberste Priorität“, sagte die gebürtige Bonnerin. „Das zeigt sich auch an den Investitionen, die der Konzern in den vergangenen Jahren in die Sicherheit getätigt hat.“ So beschäftigt die Abteilung in Rheinfelden rund 50 Mitarbeiter aus den Bereichen Brand- und Werksschutz, Arbeitssicherheit, Anlagensicherheit und Managementsysteme. Darüber hinaus stehen sieben große Feuerwehrfahrzeuge, einschließlich Turbolöscher, und drei kleinere Einsatzfahrzeuge für den Ernstfall parat.

Das Thema Sicherheit treibt auch Schuster um: Allerdings geht es dabei vorrangig um die nationale Sicherheit. Dennoch weiß auch der Weiler aus eigener Erfahrung, wie wichtig die betriebliche Arbeitssicherheit ist. „Ich habe neben der Schule in den späten 70er Jahren in der Schlosserei eines Handwerksbetriebs gearbeitet“, erinnert sich Schuster. „Das Thema Arbeitssicherheit steckte da noch in den Kinderschuhen, Arbeitsunfälle waren also nichts Ungewöhnliches.“

Weitere Parallelen lassen sich auch zwischen der Arbeit von Janzen und dem ehemaligen Job Schusters als Leiter der Bundespolizei im Dreiländereck ziehen. „Ähnlich wie das Motto bei Evonik ‚Sicherheit vor Produktion‘, hatten wir bei der Polizei die Vorgabe ‚Deckung vor Wirkung‘“, konstatiert Schuster im Gespräch. Aber da hören die Gemeinsamkeiten nicht auf. Evonik kooperiert eng mit der Feuerwehr der Stadt Rheinfelden und mit den Polizeibehörden im Landkreis.

Erst kürzlich stellte Janzen ein von ihr und ihrer Mannschaft entwickeltes Konzept zur einfachen Gefahrendarstellung (GERDA) vor. Bei diesem wird anhand einer nachgebauten Rattenfalle das Gefahrenbewusstsein geschärft und Mitarbeiter für unsichere Handlungen sensibilisiert. „Die Themen Gefahreinschätzung und Sicherheit sind universell, welche nicht nur Unternehmen jeglicher Branche und Sicherheitsbehörden betreffen, sondern auch jeden einzelnen Menschen“, zeigte sich Olaf Breuer zum Abschluss des Treffens überzeugt.

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