Rheinfelden Sie „brennt“ für ihren neuen Job

Birgitt Kiefer fühlt sich wohl als Geschäftsführerin des Familienzentrums. Foto: Rolf Rombach Foto: Die Oberbadische

Schon bei den ersten Sätzen im Gespräch merkt man: Diese Frau brennt für ihren Job. Birgitt Kiefer fühlt sich wohl in ihrem neuen Tätigkeitsfeld als Geschäftsführerin des Familienzentrums (FamZe).

Von Rolf Rombach

Rheinfelden. Aus der gebürtigen Rheinfelderin sprudeln Ideen und Ziele. Sie strahlt beim Erzählen, und ihre Motivation überträgt sich dabei auf das Gegenüber. „Es ist mein erster Arbeitsplatzwechsel seit dem Studium – und das mit 52“, schmunzelt sie. Nach 25 Jahren in leitender Position beim SAK Lörrach wollte sie etwas Neues ausprobieren, „da fiel mir die Stelle vor die Füße. Es klang spannend, und nach dem ersten Gespräch fand ich: Das ist noch spannender.“ Kiefer genießt sichtlich den Trubel am Morgen im „FamZe“, wenn Kinder tollen und Eltern fündig werden auf der Suche nach Kinderkleidung oder einem Gespräch. „Man wird hier morgens immer mit einem Lachen begrüßt. Es ist sehr anregend und aufregend.“

Seit drei Wochen ist sie als Nachfolgerin von Ilona Fritz-Schild nun im Verein, fühlt sich in Gesprächen mit den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie den Gästen immer mehr in die Rheinfelder Institution herein: „Ich nehme so den Geist des FamZe auf.“ Einander zuhören und zu schauen ist ihr wichtig. „Es ist ja für uns alle eine neue Situation.“ Von draußen hört man helle Stimmen aus dem Mini-Kindergarten singen. Kiefer strahlt: „Das ist einfach meins – sozialpädagogische Arbeit. Ich freue mich noch immer über diesen Job.“ Dazu gehört für sie die Netzwerkarbeit: „Das gibt viele Möglichkeiten. Kooperationen und Netzwerke machen uns aus.“

Mit dem Familientreff Wyhlen und dem inklusiven Elterncafé in Herten gibt es noch zwei weitere Räumlichkeiten, die sie regelmäßig aufsucht zum Kennenlernen, Austauschen, Zuhören. Als Macherin, die das SAK-Kinderbüro aufbaute, hat sie auch schon Visionen für das FamZe, träumt – wie der Vorstand – von größeren Räumlichkeiten und möchte das Programmangebot weiter ausbauen. Immer dabei im Fokus: Wie leben Familien? Warum kommen die Menschen hierher?

Kiefer sieht das Familienzentrum hier als Mittler und Sprachrohr für Zusammenleben und Solidarität. „Es gehört zum Wesen von Familienzentren, dass die Menschen hier selbst gestalten können. Wir wollen hierfür Raum geben.“ Dabei beschränkt sich das FamZe nicht auf Kinder und Eltern, sondern bezieht Großeltern mit ein. Eine niedrigschwellige Hilfe anbieten zu können durch die Möglichkeit des Austauschs untereinander, gehört dazu. „Das hat auch eine prophylaktische Wirkung“, erklärt Kiefer das Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe durch das Expertenwissen.

Wo sieht Kiefer das FamZe in einem Jahr? „Es verändert sich immer etwas bei uns. Wir sind ständig im Fluss. Es hängt von den Menschen ab, die hierherkommen. Das ist unsere große Chance. Wo wir sein werden, kann ich nicht sagen – aber wir werden sicher noch mehr Programm haben und unsere Räume noch intensiver genutzt.“

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