Rheinfelden Sol Gabetta und ihre Musikfreunde

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Festivalgründerin Sol Gabetta Foto: Julia Wesely

Regio (ov/hau). Die Cellistin Sol Gabetta eröffnet am Donnerstag, 23. Juni, um 19.30 Uhr in der Stadtkirche St. Martin in Rheinfelden-Schweiz ihr alljährliches Solsberg Festival, welches in diesem Jahr vom 23. Juni bis 3. Juli in Rheinfelden, Olsberg und Sulzburg stattfinden wird und womit sie sich 2006 den Traum erfüllte, eine Plattform für musikalische Begegnungen auf höchstem Niveau zu schaffen.

Musikalische Begegnungen auf höchstem Niveau

Wenn Sol Gabetta César Francks Sonate, mit der sie übrigens vor 14 Jahren ihr Festival in Olsberg eröffnet hatte, mit einer Wärme und Leichtigkeit spielt, dann ist es kaum zu glauben, dass der Komponist diese Sonate für Violine und nicht für Violoncello geschrieben hat.

César Franck widmete sich umsichtig und mit Bedacht der Lehrtätigkeit, dem Orgelspiel und der Komposition. Reisen war ihm so fremd wie virtuose Selbstdarstellung, und mit einer Nummerierung seiner Werke konnte er sich nie anfreunden. Diese Zurückhaltung ist der Sonate in Sol Gabettas Interpretation durchaus anzuhören.

Begleitet wird sie von dem englischen Pianisten Benjamin Grosvenor, der zum ersten Mal zu Gast beim Solsberg Festival sein wird.

Das pure Gegenteil ist Antonín Dvoráks Klaviertrio, das mit Kraft, Saft und musikantischer Spielfreude auftrumpft. Genau das richtige Stück für den moldawischen Geiger Ilian Gârnetz, der die Besetzung vervollständigen wird.

Am Samstag, 25. Juni , wiederholt sich das Programm um 19.30 Uhr in der Stadtkirche St. Martin, jedoch wird Ilian Gârnetz anstelle von Sol Gabetta die Franck-Sonate in der Originalfassung für Violine interpretieren.

Am Freitag, 24. Juni, 19.30 Uhr, Kirche St. Cyriak, Sulzburg, und am Sonntag, 26. Juni, 11 Uhr, Stadtkirche Rheinfelden, spielt das Hagen Quartett mit Sol Gabetta unterm Titel „Ein tönendes Mysterium“ Werke von Schostakowitsch und Schubert.

Es folgt „Kammermusik orchestral“ am Dienstag, 28. Juni, 19.30 Uhr, sowie am Mittwoch, 29. Juni, 19.30 Uhr, in der Klosterkirche Olsberg. Gespielt wird ein Programm mit einem Oktett von George Enescu und einem von Mendelssohn Bartholdy.

„Unbeschwerte Einfachheit“ lautet der Titel des Konzerts am Freitag, 1. Juli, 19.30 Uhr, in der Klosterkirche Olsberg, unter anderem mit Fantasiestücken für Violoncello von Schumann und Mozarts Klaviertrio G-Dur.

„Lass die Nacht dauern“ ist der Samstag, 2. Juli, 19.30 Uhr, Klosterkirche Olsberg, überschrieben, mit der Mezzosopranistin Lea Desandre und Lautenist Thomas Dunford.

Einen Abend später am selben Ort, 18 Uhr, werden unter dem Titel „Le Maître et son élève“ Werke von Fauré und Lili Boulanger gegeben.

Im Rahmen des Festivals treten unter dem Titel „Solsberg Young Artists“ in der Klosterkirche am 26., 29. und 30. Juni auch junge Musiktalente auf.  Tickets erhältlich unter www.reservix.de; Programm: www.solsberg.ch

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