Rheinfelden Spatenstich unter nur vier Augen

Der Spatenstich für das neue Projekt der Wohnbau an der Ernst-Reuter-Straße fand gleichsam als Vier-Augen-Gespräch zwischen Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (links) und Geschäftsführer Markus Schwamm statt. Foto: zVg

Rheinfelden - Mit dem Bau von zwölf geförderten Wohnungen an der Ernst-Reuter-Straße errichtet die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Rheinfelden bis Anfang 2022 weiteren dringend benötigten Wohnraum. Sie werden zu 100 Prozent im geförderten Wohnungsbau erstellt und nach ihrer Fertigstellung deutlich unter dem ortsüblichen Mietspiegel vermietet.

„Wir tragen damit der aktuellen Wohnraumsituation Rechnung und halten unser Versprechen, uns für eine Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts einzusetzen“, betont Markus Schwamm, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbau in einer Pressemitteilung. „Nachdem bereits bei unserem Bauprojekt an der Römerstraße Wohnungen zu 50 Prozent öffentlich gefördert wurden, legen wir nun mit den zu 100 Prozent geförderten neuen Wohnungen an der Ernst-Reuter-Straße nach.“

Um den Wohnkomfort für die Bewohner zu erhöhen und gleichzeitig die Energiebilanz des Gebäudes zu verbessern, wird der Neubau im KfW-55-Standard errichtet. „Durch die energieeffiziente Bauweise unterstreicht die Wohnbau auch die Nachhaltigkeitsziele der Stadt“, ergänzt Oberbürgermeister Klaus Eberhardt in der Mitteilung. Zudem profitieren die späteren Bewohner von vergünstigten Strompreisen: Gemeinsam mit der Bürgerenergie Dreiländereck ist zusätzlich die Errichtung einer Photovoltaikanlage geplant, die einen Teil des Gesamtenergieverbrauchs vor Ort erzeugt und den Mietern über ein Mieterstrommodell zur Verfügung gestellt wird. „Durch Projekte wie dieses, das die Klimaziele der Stadt unterstützt, bewirbt sich die Stadt um den European Energy Award (EEA) in Gold. Und damit verbindet sie und ihre ,Wohnbau‘ ihren ökologischen Anspruch mit langfristigen ökonomischen Vorteilen der Bewohner“, freut sich Eberhardt in der Mitteilung.

Zwölf neue Wohnungen

Das neue dreigeschossige Wohnhaus bietet Platz für zwölf Wohnungen, die sich auf sechs Dreizimmerwohnungen mit jeweils gut 80 Quadratmetern Wohnfläche sowie sechs Zweizimmerwohnungen mit jeweils rund 57 Quadratmetern verteilen. Um der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen, wurden sie laut Mitteilung barrierefrei konzipiert. Zu jeder Wohnung gehört ein Balkon oder eine Terrasse mit rund neun bis zehn Quadratmetern Nutzfläche. Am Gebäude werden zudem 15 oberirdische Stellplätze und 28 Fahrradabstellplätze errichtet.

Für die Wohnbau steckt in dem Neubau auch ein sozialer Auftrag: „Das Bauvorhaben wird vom Landeswohnraumförderprogramm neben der Eigenmitteleinbringung der Wohnbau zu 100 Prozent öffentlich gefördert. Das allein bringt aus unserer Sicht schon eine soziale Verpflichtung mit sich“, wird Schwamm zitiert. „Außerdem haben wir uns, gemeinsam mit der Stadt, auf die Fahnen geschrieben, etwas zur Förderung von Rheinfelden als ‚Soziale Stadt‘ zu tun. Für uns bedeutet das: Wir wollen ein Quartier schaffen und kontinuierlich weiterentwickeln, das ganz verschiedene Wohnmöglichkeiten und Angebote in sich vereint.“ Dies reiche von öffentlich gefördertem Wohnungsbau bis zur Begleitung ins Eigentum sowie weitere umfassende Angebote wie Kindergärten, Mikroappartements oder Duplex-Häuser, die nun im nächsten Bauabschnitt angegangen werden. „Diese sozio-ökologische Gesamtstruktur ist ein weiterer Meilenstein für unser Gesamtquartierskonzept“, heißt es abschließend.

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