Rheinfelden Stadt braucht ein Erdzwischenlager

Auch für private Häuslebauer soll die Deponie zur Zwischenlagerung von Erdaushub nördlich des künftigen Feuerwehrgerätehauses nutzbar sein. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Der Weg zum neuen Rheinfelder Feuerwehrgerätehaus an der Römerstraße ist um einen Schritt kürzer geworden. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die frühzeitige Beteiligung der Bürger und öffentlichen Stellen gutgeheißen.

Von Ulf Körbs

Rheinfelden. Die jetzige Planung weicht in einem zentralen Punkt von der bisherigen ab: Im nördlichen Bereich ist ein Grundstück dazu gekommen. Hier soll, wie Stadtplanerin Christiane Ripka und Tiefbauamtsleiter Tobias Obert dem Gremium erläuterten, ein Zwischenlager für Erdaushub eingerichtet werden. Laut Obert kommt die Stadt so einer Forderung des Landratsamts nach. Dabei kommt der Verwaltung zustatten, dass die Fläche bereits in städtischem Besitz ist und nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt.

Keine Deponie, sondern nur Zwischenlager

Er betonte, dass es sich nur um ein Zwischenlager und keine Deponie handelt. Zwar sei bei Bauvorhaben, auch privaten, in der Innenstadt eine Ablagerung des Erdreichs auf dem Grundstück erlaubt, aber in vielen Fällen reiche der Platz nicht aus. Doch nicht nur aus diesem Grund sei ein solches Lager wichtig, sondern auch vorbeugend gegen Anwohnerbeschwerden wegen plötzlich entstehender Halden.

Einlagerung zeitlich nur beschränkt

Auf die Frage von Ralf Glück (Freie Wähler) nach der Lagerdauer antwortete Obert mit dem Hinweis, der Aushub würde nur jeweils für drei bis vier Wochen auf dem Areal untergebracht werden. Zudem versicherte er, dass der Aushub auch auf seine Dioxinbelastung beprobt wird. Grünen-Stadtrat Heiner Lohmann hatte auf diese insbesondere im innerstädtischen Bereich existierende Problematik hingewiesen. Je nach Ergebniskönnen sich Lagermöglichkeiten andernorts ergeben. Ripka erläuterte außerdem Dieter Meier (CDU), dass die Stadt nahezu keine Standortalternativen gehabt hätte.

Feuerwache weiterhin auf ursprünglicher Fläche

Das Feuerwehrgerätehaus selbst ist weiterhin auf der gleichen Fläche geplant wie schon vor zwei Jahren vorgesehen. Das Bebauungsplangebiet allerdings wurde um die Fläche für das Erdzwischenlager erweitert. Begrenzt wird es nach Süden von der Römer-, im Westen von der Müßmattstraße mit dem Verkehrskreisel. Über diesen soll die Fläche auch an das Straßennetz angeschlossen werden. Hier wollte SPD-Stadträtin Karin Paulsen-Zenke wissen, wie denn der Zulieferverkehr zum Zwischenlager im Alarmfall geregelt würde. Nach Auskunft des Tiefbauamtsleiters lasse sich das recht einfach, beispielsweise durch eine Ampelanlage, lösen. Zudem ist eine Zufahrt zum Feuerwehrgerätehaus von der Römerstraße geplant. Über sie sollen die Floriansjünger bei Einsätzen „einrücken“. So will man den Begegnungsverkehr im Alarmfall vermeiden.

Fünfter Kreiselarm für „östlich Cranachstraße“

Der Kreisel, der laut Obert sowieso saniert werden muss, soll noch mit einem fünften Arm ergänzt werden. Der soll der Erschließung des künftigen Baugebiets „östlich Cranachstraße“ dienen. Doch dieses Gebiet wird noch auf sich warten lassen, denn zuerst muss die Kanalisation ausgesprochen kostenträchtig erweitert werden. Das Abwasser der Feuerwehr kann sie aber noch bewältigen.

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