Rheinfelden Strampeln über den Dinkelberg

Die Planungen für den Radweg über den Dinkelberg von Minseln nach Maulburg kommen voran (Archivfoto) Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden - Was lange währt, soll endlich gut werden. Das gilt derzeit für die Radwegverbindung Minseln-Adelhausen-Maulburg. Rund 20 Jahre wurde geplant und diskutiert. Jetzt wird das gewünschte Projekt konkreter und biegt so langsam in die Realisierungsphase ein.

Im Bau- und Umweltausschuss wurde die neue Planung für den Abschnitt Adelhausen – Maulburg im Detail vorgestellt und allgemein sehr begrüßt und für gut befunden. In der kommenden Woche hat dann der Gemeinderat das letzte Wort, um das Radwegeprojekt über den Dinkelberg weiter auf den Weg zu bringen.

Das Vorhaben ist grundsätzlich in zwei Abschnitte geteilt, und das hat einen besonderen Grund. Von Minseln nach Adelhausen führt der geplante Radweg entlang der Kreisstraße, das heißt: Es plant und finanziert der Landkreis. Es gilt die höchste Priorität der Realisierung. „Wir arbeiten gut zusammen, alles ist auf einem guten Weg“, erklärte Tiefbauamtschef Tobias Obert.

Anders sieht es aus beim Abschnitt Adelhausen –Maulburg. Hier handelt es sich um eine Landesstraße, es wäre also das Regierungspräsidium zuständig. Dort war der Radweg aber in einer nicht so hohen Dringlichkeit eingestuft. Um das Projekt aber jetzt schnellstmöglich zu realisieren, haben sich Maulburg und Rheinfelden zusammengetan und finanzieren den Radweg samt Planung vor, womit das Regierungspräsidium einverstanden war.

Dieses Teilstück über 3,7 Kilometer soll westlich entlang der L 139 gebaut werden, wie der Planer des Büros Rapp Regioplan erläuterte. Die Kosten sind mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt, die sich die Gemeinden Maulburg und Rheinfelden teilen. Hinzu kommen noch finanzielle Mittel für den erforderlichen Grundstückskauf sowie auch für die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Hierbei ist unter anderem vorgesehen, zwischen Straße und Radweg einen Blumenwiesenstreifen anzulegen sowie auf der westlichen Seite einen zweiten Teich für Amphibien anzulegen, ganz so, wie er derzeit bereits auf der östlichen Seite der Straße existiert. Weitere Ausgleichsmaßnahmen werden noch gesucht.

Was den Planern wichtig war, ist, dass es keinerlei Querungen der Straße für Radfahrer geben wird. Um den 2,50 Meter breiten Radweg nebst Bankett und von einem halben Meter und einem 1,75 Meter breiten Abstandsstreifen zur Straße bauen zu können, muss sogar die L 139 in einem kurzen Abschnitt um einige Meter verlegt werden.

Reaktionen aus dem Ausschuss

„Ich freue mich sehr, dass der Radweg jetzt endlich kommt“, sagte die Adelhausener Ortsvorsteherin Silvia Rütschle. Für Bürgermeister Multner ist der sichere Radweg aufgrund des zunehmenden Radverkehrs und der Pendler sehr wichtig. „Ein gutes Ergebnis“ nannte Rainer Vierbaum (CDU) die Planungen. Für Karin Paulsen-Zenke (SPD) ist das Projekt ein wichtiges Signal. Begrüßt wird die „wichtige Verbindung für Radfahrer“ auch von Reinhard Börner (Freie Wähler) und Heiner Lohmann (Grüne). Der hofft letztlich auch, dass sich die Frösche innerhalb von drei Jahren an ihre neue Territorien gewöhnt haben.

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