Rheinfelden Stress: ein Fremdwort für ihn

Sepp Hagn feiert am Sonntag 80. Geburtstag. Foto: Petra Wunderle Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden (pem). Er sprüht vor Ideen und Unternehmungsgeist. Er ist durch und durch Sportler, der andere motiviert und zugleich auch Verantwortung übernimmt: Sepp Hagn, der seit 55 Jahren de „Naturfreunde Rheinfelden“ angehört, dabei zwölf Jahre an deren Vereinsspitze stand und zwei Jahrzehnte lang Leiter der Naturfreunde-Abteilung „Skizunft“ war, feiert am morgigen Sonntag seinen 80. Geburtstag

Das „Geburtstagskind“ fühlt sich trotz seiner vielfältigen Aktivitäten nie gestresst. Dafür sorgt ein gut durchdachter Zeit- und Organisationsplan, ein konsequentes Mitmach-Verhalten und eine zuverlässige und homogene Truppe. „Kontinuität, positive Entscheidungskraft sind enorm wichtig, und ja nicht in eine Jammerphase fallen, denn wenn man will findet man immer eine Ausrede“, so beschreibt er sein Mitmach-Rezept.

Sepp Hagn ist in Garmisch-Patenkirchen groß geworden. Nach der Ausbildung zum Speditionskaufmann führte ihn sein Weg in verschiedene Städte, bis er Anfang der 1960-er Jahre an den Hochrhein gekommen ist. Er hat die Rheinfelder Niederlassung der Firma Kanzler übernommen, und sag lachend: „Hier bin ich gerne hängen geblieben“. Wer in Garmisch-Patenkirchen das Licht der Welt erblickte und in einer so bergigen Gegend groß geworden ist, der ist geradezu prädestiniert für den Skisport. Der Sportler Hagn schwärmt: „Das Skifahren war meine gute Grundlage. Damals zog uns ein Schlepper für eine Mark – das war damals viel Geld – den Berg hinauf. Aber meistens haben wir uns die Piste am Hausberg selber zurecht getreten, indem wir hoch gelaufen sind“.

In Rheinfelden suchte sich Sepp Hagn den sportlichen Mittelpunkt bei den Naturfreunden – nicht nur als Skifahrer, sondern auch als Rennradbegeisterter, Nordic-Walking-Lehrer, Hallentrainingsleiter, Inliner und Organisator von mehrtägigen Ausfahrten. In all den Jahrzehnten haben die Naturfreunde und die Skizunft einen ungeahnten Aufschwung genommen, eben auch durch die vielen Aktivitäten wie Stadtmeisterschaften, Skibasar und die Kursangebote für Kinder und Jugendliche.

Der Nachwuchs liegt dem Sportler sehr am Herzen: „Sport ist entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung. Hier lernen sich die Kinder durchzusetzen und auch zu verlieren, das wirkt sich auf das ganze Leben aus.“ Aber auch bei der älteren Generation spielt Sport eine wichtige Rolle: Für die lebenslange Beweglichkeit und Fitness rät der rüstige Rentner, der noch lange nicht ans Aufhören denkt: „Ein Patentrezept gibt es nicht. Jeder sollte seine Freizeitgestaltung für sich finden und seine körperlichen Ressourcen vernünftig einsetzen.“

Ganz in diesem Sinne hat der fast 80-jährige Sepp Hagn im Frühjahr 2018 die Montagsradler um die E-Biker erweitert, um so Körper schonend Sport zu betreiben. „Wir betreiben keinen Rennsport, es ist nicht unser Ziel, im Wettbewerb gegeneinander zu fahren, sondern das gemeinsame Erlebnis prägt unsere Ausfahrten“, betont er

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