Rheinfelden Termitenkönigin und Vergänglichkeit

Markus Manfred Jung Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden - Im Rahmen der Ausstellung „Was bleibet aber... Literatur im Land“ bietet der Hebelbund am 10. Juni eine Online-Lesung mit Philipp Brotz sowie am 14. Juni einen Online-Vortrag von Markus Manfred Jung an. Brotz wird aus seinem Roman „Termitenkönigin“ lesen, Jung wird über Johann Peter Hebels Gedicht „Die Vergänglichkeit“ sprechen. Beide Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr.

Interessenten melden sich bis zwei Tage vor der jeweiligen Online-Offerte unter habermaier@gbg-rheinfelden.de an. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung werden dann zugeschickt. Kulturfreunde können direkt über ihren Browser beitreten; das Herunterladen einer App ist nicht nötig.

„Auch wenn allmählich Licht am Ende des Pandemie-Tunnels aufscheint, sind doch Präsenzveranstaltungen bis auf Weiteres nicht möglich. Deshalb haben wir uns im Präsidium des Hebelbundes, wie bereits mitgeteilt, dazu entschlossen, zunächst zwei Veranstaltungen online anzubieten“, schreibt der Präsident des Hebelbunds, Volker Habermaier, in einer Medienmitteilung.

Philipp Brotz wurde 1982 in Calw geboren, studierte in Berlin und in Freiburg und ist Lehrer für Deutsch und Französisch am Georg-Büchner-Gymnasium Rheinfelden (Baden). „Termitenkönigin“ ist sein zweiter Roman. Er ist im Verlag Klöpfer, Narr in Tübingen erschienen.

Brotz hat zahlreiche Preise für sein literarisches Schaffen erhalten. In „Termitenkönigin“ wird die Geschichte des Berliner Germanistikstudenten Paul erzählt, der sich in Lena, eine Frau mit Behinderung, verliebt: „Kann ein „normaler“ Mann eine Behinderte lieben? Dass Paul normal ist, daran besteht ja wohl – bitte sehr – kein Zweifel [...]. Und dass Lena behindert ist, muss doch gesagt werden dürfen: Hemiparese – halbseitige Körperlähmung. Aber wenn Paul ehrlich ist, ist Lena ihm sonst ziemlich überlegen.“ Doch dann erkrankt Lena an Lymphdrüsenkrebs ...

Markus Manfred Jung wurde 1954 in Zell im Wiesental geboren, studierte in Freiburg und Oslo und war bis zu seiner Pensionierung Abteilungsleiter und Lehrer für Deutsch und Sport am Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim.

Jung ist Lyriker, Prosaist und Dramatiker. Für sein vielfältiges Werk, meist in Mundart, wurde er vielfach ausgezeichnet. Schon während seines Studiums beschäftigte er sich intensiv mit Hebels bedeutendem Beitrag zur Weltliteratur in Mundart, dem Gedicht „Die Vergänglichkeit“, in dem auf konkret fassbare Weise die letzten Dinge verhandelt werden.

Die Ausstellung „Was bleibet aber ... Literatur im Land” wird momentan im Georg- Büchner-Gymnasium gezeigt, kann aber wegen der aktuellen Bestimmungen nur von der Schulöffentlichkeit besucht werden. Die Ausstellung wurde erarbeitet von der Arbeitsgemeinschaft Literarische Gedenkstätten und Gesellschaften und wird - wie auch die Lesungen - gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Lesungen finden in Kooperation mit dem Georg- Büchner-Gymnasium statt.

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