Rheinfelden Turner-Motto: Verein(t) in Bewegung

Rheinfelden - „Verein(t) in Bewegung“: Unter diesem doppelsinnigen Motto führte der Turnverein Rheinfelden (TVR) am Freitag seine Generalversammlung durch. Es steht zum einen für Gemeinsamkeit und zum anderen für Fortschritt.

Der TVR ist mit 1023 Mitgliedern nicht nur der größte Sportverein in der Löwenstadt, sondern auch wohl der einzige, der ein „Familienministerium“ besitzt. Es kümmert sich insbesondere um die menschlichen Aspekte des Gemeinschaftslebens. Aber das ist nicht die einzige TVR-Besonderheit, denn er wird von einem gleichberechtigten Vorsitzenden-Trio geführt, das im Rheinfelder Campus vor 80 Teilnehmern die Jahresberichte für seine Aufgabenbereiche „Sport“, „Veranstaltungen“ und „Verwaltung“ ablegte. Diese Dreiteilung gibt es übrigens seit vier Jahren.

Rückschau

Der für den Sportbetrieb zuständige Vorsitzende Thomas Rist stellte in seinem Jahresresümee fest: „Die Art des Sports hat sich geändert. Ein Großteil der Aktiven nehmen nicht mehr am Wettkampfbetrieb teil.“ Die Ausnahmen sind die Geräteturner, die Leichtathleten und die Fechter. Und hier konnte der Turnverein durchaus auch Erfolge erzielen. Ein Gewinn dürfte auch sein, dass zwei neue Angebote entwickelt wurden. Zum einen ist das Basketball, zum anderen die „Dance Company“ für Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Interessierte finden hierzu weitere Informationen auf der Internetseite des Vereins.

Herbstball und Spielfest sind zwei Ereignisse, die mit dem eigentlichen Sportbetrieb wenig zu tun haben. Verantwortlich zeichnet hierfür Klaus Romeike als „Vorsitzender Veranstaltungen“. In seiner Rückschau befand er, der Turnverein sei auch hier gut aufgestellt und fest verwurzelt in Rheinfelden. Auch er sprach von einem Wandel. Viele würden den TVR mittlerweile als einen Ausgleich zum Berufsleben sehen und weniger als Gelegenheit, sportliche Erfolge zu erzielen.

Ina Heidemann hatte den Strukturwandel im Vorstand vor vier Jahren als damalige alleinige Vorsitzende vorangetrieben. Heute ist sie in der Verwaltung federführend. Sie konnte sich freuen, dass wieder ein Beisitzer für den Bereich Kinder und Jugend, derzeit gibt es hier keine Selbstverwaltung beim TVR, gefunden werden konnte, und berichtete von den mannigfaltigen Verwaltungsaktivitäten. Zugleich musste sie eingestehen, in der Vergangenheit den Verbandsehrungen auf Ebene der Stadt und des Landes zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben, und gelobte Besserung.

Ausblick

Während Romeike und Rist auf eine Vorschau verzichteten, skizzierte Heidemann eine wichtige Zukunftsaufgabe. Nur die Leichtathleten und die Schwimmer haben eine vollständige Abteilungsspitze und führen ihre Versammlungen durch. Das soll geändert werden, weil sonst der Vorstand des Gesamtvereins Gefahr liefe, den Kontakt zu den einzelnen Abteilungen zu verlieren. Eine weiteren Punkt, der in Angriff genommen werden muss, sprach Dieter Meier, TVR- Ehrenmitglied und Vorsitzender des Markgräfler-Hochrhein-Turngaus, an: „So wie ich das sehe, müssen wir auch über die Beitragsstruktur nachdenken.

Finanzen

„Finanzministerin“ Gaby Rist, sie führt die Kasse bereits seit dem Jahr 1999, konnte von einer ausgeglichenen Situation berichten. Ihr attestierten die Kassenprüferinnen Kerstin Denz und Tanja Steinke eine tadellose Rechnungsführung. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde zudem der Haushaltsplan mit einer Summe von rund 70 000 Euro bei den Ausgaben und Einnahmen einhellig verabschiedet. Er umfasst auch eine Erhöhung um einen Euro pro Stunde für die Übungsleiter.

Wahlen

Nachdem Wilfried Markus als Vertreter von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt die einstimmige Entlastung herbeiführte, wurden mit einhelligem Ergebnis Teilvorstandswahlen durchgeführt. Dabei wurde Ina Heidemann für weitere zwei Jahre als Verwaltungschefin und Thomas Rist als Sportvorsitzender bestätigt. Das Gleiche gilt für Inge Meier (Mitgliederverwaltung) und Schriftführerin Angela Dautzenberg sowie die beiden Kassenprüferinnen. Ebenso bestätigt wurden die Beisitzerinnen Conny von Haus, Gabi Nicolaus-Franke und Manuela Buschbaum.

Ehrungen

Während der Generalversammlung wurden auch 22 Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit oder ihre sportlichen Erfolge geehrt. Hierüber berichten wir noch gesondert.

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