Rheinfelden Versorgung aus einem Guss

Sehen die Stadt beim Ausbau des Wärmenetzes und den künftigen Aufgaben der Stadtwerke auf einem guten Weg: (v.l.) Monika Marx, Tobias Obert, Klaus Eberhardt, Daniel Weis, Rolf Pfeifer. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Die geplante Einspeisung von Abwärme der Firma Evonik ab Ende 2020 ins Wärmenetz der Stadt bedeutete nicht nur einen Quantensprung bei der Wärmeversorgung, es stellt auch den Eigenbetrieb Stadtwerke vor große Herausforderungen.

Rheinfelden (lu). Das heißt: „Es gilt diesen Bereich auszubauen und zu professionalisieren“, machte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt beim gestrigen Pressegespräch deutlich. Ja mehr noch: Angedacht ist, dass die Stadtwerke neben den bislang betreuten Bereichen Wasser/Abwasser und Wärmenetz auch die Betreuung der Bereiche Strom und Gas übergeben. „Langfristig wollen wir als Kommune die Energieversorgung aus einem Guss“, betonte der OB. Ob das mit personeller Aufstockung geschehen muss, wird derzeit via Organisationsuntersuchng und Gesprächen mit Betreibern ermittelt.

An dem Pressegespräch waren neben dem Rathauschef auch Tiefbauamtschef Tobias Obert und seine Stellvertreterin Monika Marx, der Geschäftsführer der Elektrizitätswerke Schönau Daniel Weis, der auch als technischer Leiter der hiesigen Stadtwerke im Bereich Wärmenetz fungiert, sowie Rolf Pfeifer vom Freiburger Büro Endura Kommunal beteiligt. Just dieses Büro ist es, das die Beratungs- und Info-Gespräche im Auftrag der Stadt führt, damit beim künftigen Wärmenetz möglichst viele Nutzer mitmachen. Waren bislang öffentliche Gebäude und Großabnehmer im Fokus, so geht es künftig auch um private Hauseigentümer.

Genau denen soll jetzt die „einzigartige Konstellation“, schmackhaft gemacht und wirtschaftlich dargestellt werden, sagte Weis.

Nachdem es einhellig grünes Licht im Bauausschuss und im Gemeinderat für den Ausbau des Wärmenetzes gegeben hatte, sind bereits erste Info-Veranstaltungen für Anwohner über die Bühne gegangen.

Hausanschluss kostet rund 3000 Euro

Für einen Hausanschluss werden rund 3000 Euro erhoben. Die weiterhin nötige Umschaltstation kostet dann für acht Wohneinheiten weitere 4500 Euro. Doch danach kann es losgehen mit der Nutzung des Wärmenetzes, fernab von Gas-Kesseln im Keller. Weiterer Vorteil auf anderer Ebene: Mit dem Ausbau des Wärmenetzes geht auch die Verlegung von Breitband einher. Hier muss für einen Hausanschluss mit etwa 700 Euro kalkuliert werden.

Der Ausbau des Wärmenetzes soll ab Ende April beginnen, und zwar in der Müßmattstraße ab Realschule bis in die Stadt und Rathaus. Weitere Bereiche sind die Karl Fürstenberg-Straße bis zum Dürrenbachweg, die Kronen- und Fritz Rößler-Straße und schließlich auch die Fußgängerzone. Dabei ist natürlich auch mit Behinderungen in den Straßenbereichen zu rechnen, wie Tiefbauamtschef Obert informierte. Möglich sind halbseitige Sperrungen, aber auch Totalsperrungen für einzelne Abschnitte. Die Stadt will in jedem Fall über Behinderungen und Einschränkungen informieren.

 In Kürze steht auch ein öffentlicher Info-Termin als Einwohnerversammlung auf dem Programm. Der Termin findet am Dienstag, 2. April, um 19 Uhr im Bürgersaal statt.

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