Rheinfelden Viele Fragen zu Verkehr und Klima

Heinz Vollmar
Die Rudolf-Vogel-Anlage: Dort soll man in der Zukunft in eine Tiefgarage einfahren und oberirdisch entlang der Güterstraße einkaufen können. Foto: Heinz Vollmar

Um Mobiltät, das Vorgehen angesichts des Klimawandels und die Schließung des Recyclinghofs an der Werderstraße ging es beim Treffen des Stadtteilbeirats der Kernstadt mit Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.

Von Heinz Vollmar

Rheinfelden. Der Sprecher des Kernstadtbeirats, Jürgen Maulbetsch, sagte, dass man vor allem die städtebaulichen Veränderungen, ein Mobilitätskonzept für die Kernstadt und das Vorgehen in Sachen Klimaveränderungen für wichtig erachte.

Zum bisher Geleisteten zählte er die Beratung von Bauanträgen, diverse Vorschläge zur Verbesserung der Situation für Radfahrer im Zuge einer Radbegehung sowie die Umsetzung von Vorschlägen für mehr Verkehrssicherheit. Stellungnahmen des Beirats anlässlich eines Antrages zur Errichtung eines Taubenhauses und die geplante Schließung des Recyclinghofs an der Werderstraße hätten das Gremium ebenfalls beschäftigt.

Bürger mitnehmen

Über die städtebaulichen Veränderungen in der Kernstadt und die Pläne für die kommenden Jahre referierte die Leiterin des Stadtbauamts, Christiane Ripka. Sie ging vor allem auf die Planungen an der Güterstraße, der Zähringerstraße in Verbindung mit dem Oberrheinplatz, der Rudolf-Vogel-Anlage, den Bereich des Bahnhofs und der Rheinbrückstraße ein. Zudem skizzierte sie die Planungen für den Um- und Erweiterungsbau des Bürgerheims und der Wohnanlage im Herbert-King-Park.

Die Fragen des Kernstadtbeirats bezogen sich vor allem darauf, wie die Bürger bei den Veränderungen in der Innenstadt mitgenommen würden. Die Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr waren weitere Anliegen. Tobias Obert, Amtsleiter Straßen und Tiefbau, erläuterte in der Sitzung das Mobilitätskonzept. Er sagte, dass sämtliche Konzepte und Untersuchungen dazu dienten, die Verkehrssicherheit und die Attraktivität für den Langsamverkehr zu erhöhen und gleichzeitig der Reduzierung des individuellen motorisierten Verkehrs dienen sollten.

Massive Kritik

Die Fragen des Beirats bezogen sich auch auf eine Verbesserung der Ladeinfrastruktur für E-Autos und die Parksituation in der Innenstadt. In Sachen Radverkehr wurde auch massive Kritik geäußert. Ein Beiratsmitglied sprach von lebensgefährlichen Situationen, wenn man in der Innenstadt mit dem Rad unterwegs sei.

Um die Zielsetzungen der Stadt beim Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel ging es beim Vortrag von Klimamanagerin Tabea Lerch. Sie sprach sich für eine klimagerechte Bauleitplanung aus. Viel erreicht worden sei bereits in Bezug auf die Solarförderung und die Energieberatung. Große Bedeutung maß sie darüber hinaus dem Klimabeirat zu. Als weiteres Etappenziel gab sie die Entwicklung eines Ideenpools für Klimaschutzsofortmaßnahmen bis Mai vor.

Skeptisch beim Tempo

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt bezweifelte, ob das alles so schnell erreichbar sei. Zu groß seien die Beeinträchtigungen durch Corona, den Ukraine-Krieg, die hohe Inflation, durch Lieferengpässe und den Fachkräftemangel. Man müsse sich auf ein „anderes Tempo“ einstellen.

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