Rheinfelden Vielfälige Perspektiven öffnen sich

Das St. Josefshaus kann mit seiner komplexen Hilfestruktur vielfältige Praxisplätze für die Ausbildung zur Pflegefachkraft anbieten Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Die Theresia-Scherer-Schule bietet ab dem Schuljahr 2020/21 bietet die Theresia-Scherer-Schule den neuen Ausbildungsgang „Pflegefachkraft“ an. Die Ausbildung beinhaltet ein umfassenderes pflegerisches Verständnis als die bisherigen spezialisierten Ausbildungen. Damit ergeben sich für die Absolventen vielfältige berufliche Perspektiven.

Rheinfelden-Herten. „Die neue breit angelegte Pflegeausbildung entspricht der gesellschaftlichen Entwicklung“, erläutert die Leiterin der Theresia-Scherer-Schule Gabriele Quay. „Die Theresia-Scherer-Schule wird ihre Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler mit diesem Ausbildungsgang noch besser auf die zukünftigen Anforderungen im Gesundheitswesen vorbereiten.“

Die bisher getrennt geregelten Ausbildungsberufe Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege werden nun zusammengeführt. An ihre Stelle tritt ein neuer bundeseinheitlich geregelter und europaweit anerkannter Pflegeberuf. Die Ausbildung dauert unverändert drei Jahre und teilt sich wie bisher in theoretischen Unterricht und in Praxiseinsätze. Dabei durchlaufen die Schüler in ihrer Ausbildung zukünftig mehrere Einrichtungen der Pflege und lernen so bereits in der Ausbildung die Praxis der anderen Fachbereiche kennen. Sie erhalten dadurch umfangreiche Kompetenzen für die Pflege von Menschen in allen Altersgruppen sowie in allen Versorgungsbereichen, von der Pädiatrie über das Krankenhaus, von der Altenhilfeeinrichtung über die Psychiatrie und Sozialstation.

„Das benötigt Kooperationen der Träger untereinander, damit die geforderten Praxisplätze zukünftig abgedeckt werden können“, erläutert Quay die Problematik, die der neue Ausbildungsgang in sich trägt. Denn kein Träger hält in seinem Angebot alle vorgegebenen Fachbereiche vor, ist aber für die Bereitstellung aller Praxiseinsätze verantwortlich. Besonders schwierig für kleinere Häuser und Pflegedienste. „Das St. Josefshaus mit seiner komplexen Hilfestruktur ist hier sehr gut aufgestellt, da es einen Großteil an Praxisplätzen abdecken kann, sogar im pädiatrischen Bereich, wo allgemein Plätze fehlen.“

Birgit Ackermann, Vorstandsmitglied des St. Josefshauses: „Das St. Josefshaus hat ein großes Interesse daran, dass möglichst alle an der Pflege Interessierten aus der Region einen Ausbildungsplatz finden. Es muss sich jeder kleine und große Träger in der Verantwortung sehen, schon den ersten Jahrgang der neuen Ausbildung komplett für die Region zu sichern. Hier bedarf es einer kooperativen und nachhaltigen Haltung zur Sicherung der Pflege in der Region.“

Eine weitere Problematik für die Ausbildungsträger sind die sogenannten Praxisanleiter. Dabei handelt es sich um „Anleiter“ am Praxisplatz, also Fachkräfte, die wesentlich zur praktischen Ausbildung beitragen und extra dafür ausgebildet und freigestellt werden müssen. Auch das ist für viele kleinere Träger ein Problem. Hier möchte die Theresia-Scherer-Schule künftig Hilfestellung leisten. „Die Theresia-Scherer-Schule bildet schon seit längerem Praxisanleiter aus und kann sich durchaus vorstellen, in Verbindung mit dem St. Josefshaus als Träger der praktischen Ausbildung, Praxisanleiter bei Bedarf in Kooperationsmodellen zu beschäftigen“, meint Quay.

Doch von all dem sind die zukünftigen Auszubildenden nicht betroffen. Sie erhalten eine moderne Pflege-Ausbildung, die ihnen eine hervorragende berufliche Perspektive bietet.

Weitere Informationen: Ausbildungsstart für die neuen Pflegefachkräfte ist der 1. August 2020. Bewerbungen richten Interessenten an das St. Josefshaus Herten, E-Mail: willkommen@sankt-josefshaus.de. Die Heilerziehungspflege ist vom Pflegeberufereformgesetz nicht betroffen und wird weiterhin in gewohnter Form angeboten.

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