Rheinfelden Volkshochschule startet positiv

Volkshochschulleiterin Stephanie Krenze (rechts) und ihr Team starten positiv in das Herbstsemester.Foto: Ulf Körbs Foto: Die Oberbadische

Mit einen „abgespeckten“ Kursangebot geht die Volkshochschule (VHS) Rheinfelden in das Herbstsemester. Es gelten Corona-Bedingungen.

Von Ulf Körbs

Rheinfelden. „Wir starten positiv und tun unser bestes“, versicherte VHS-Leiterin Stephanie Krenze der Presse bei der Programmvorstellung. Insgesamt werden 290 Kurse angeboten, im wegen der Pandemie abgebrochenen Frühjahrssemester waren es noch 324 gewesen. Neben den sogenannten „Präsenzangeboten“ wird es auch Online-Kurse – gerade im Sprachbereich – und Web-Vorträge und Kleingruppen geben. Diese teilweise Neuerungen wurden geschaffen in der Voraussicht, „dass wir uns mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie noch im Herbst und Winter befassen müssen“, wie es im Programmheft heißt.

Hygienevorschriften

Krenze erläuterte auch, dass weiterhin auf den Fluren im VHS-Gebäude an der Kreuzung von Müßmatt- und Hardtstraße das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben bleibt und grundsätzlich ein Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern gilt. Daher musste auch die Höchstzahl der Kursteilnehmer auf 20 beschränkt werden. Dazu wurde die Cafeteria und der Bewegungsraum zu regulären Unterrichtszimmern umgebaut. Hier finden vornehmlich die Integrationskurse statt. Dankbar ist Krenze, dass die Gertrud-Luckner-Realschule und die Gewerbeschule ihre Turnhallen zur Verfügung stellen, sodass auch Bewegungskurse stattfinden können. Die VHS-Leiterin ist zudem auch mit anderen Schulen wegen der Nutzung ihrer Räumlichkeiten in Verhandlungen, die aber noch nicht abgeschlossen sind. Insofern meint sie: „Es wird somit ein Herbstprogramm ohne gewähr.“ Es könne durchaus zu kurzfristigen Raumänderungen, Kurskürzungen oder gar Absagen kommen.

Sprachenbereich

Anna Galea Gehrig, zuständig für den Sprachenbereich, fand es „spannend“, nach Alternativen der Unterrichtsformen wegen der Pandemie-Situation zu suchen. Als Ergebnis präsentiert sie teilweise „Online-Unterricht“ in einigen Sprachen. Außerdem wird auch „Deutsch als Fremdsprache“ im Internet angeboten. Insgesamt werden 13 Sprachen unterrichtet, wobei es auch „exotischere“ gibt wie Japanisch, Rumänisch oder die brasilianische Ausprägung des Portugiesischen. Laut Gehrig wurden aber für das Herbstsemester keine neuen Sprachen aufgenommen, was ebenfalls der Corona-Situation geschuldet ist. Allerdings wird der „offene Sprachentreff Deutsch“ für Erwachsene, die ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen, eingeführt.

Abendgymnasium

Neues aus dem Abendgymnasium gibt es zu berichten. So hat ein Wechsel bei der Leitung stattgefunden (wir berichten noch). Schulbeginn ist am kommenden Montag. Die Einführungsklasse startet indes am Montag, 21. September. Es gibt bereits 15 Anmeldungen

Berufliche Bildung

Im Bereich berufliche Bildung gibt es neben den „klassischen“ Kursen jetzt auch Seminare für Führungskräfte, die sich dem Thema „Softskills“ mit einer ganzen Reihe von neuen Dozenten, wie die Bereichsleiterin Veronika Planck berichtete.

Finanzen

Zum Ende des Pressegesprächs konnte man der VHS-Leiterin die Erleichterung anmerken, als sie von den Finanzen sprach. So wurden insgesamt 80 000 Euro aus dem Corona-Sondertopf des Landes bewilligt. Dabei lobt Krenze: „Die Verteilung der Mittel erfolgte ganz unbürokratisch: kein aufwendiger Antrag, keine Prüfung von Bewilligungsvoraussetzungen. Wir müssen auch nicht mit Rückforderungen rechnen. Dafür danken wir dem Land und den kommunalen Landesverbänden.“

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