Rheinfelden Von guten und schlechten Beispielen

Im Rheinfelder Rathaus wird wieder mehr Heizenergie verbraucht. Foto: Ulf Körbs

Rheinfelden - Unter dem Strich kommt der Bericht von Energieberater Michael Schwarz zu einem positiven Ergebnis. Doch die Stadt dürfe in ihren Bemühungen nicht nachlassen, forderte er während der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses.

In den 47 städtischen Objekten, die in der Betrachtung berücksichtigt wurden, ist der Verbrauch von Heizenergie, Strom und Wasser bereits seit Jahren rückläufig. Übrigens trotz der teilweise veränderten Strukturen – Stichwort: Ganztagesbetreuung. So konnte im zurückliegenden Jahrzehnt der Verbrauch beim Heizen um 32 Prozent gesenkt werden. Damit scheint das Ziel einer Einsparung von 40 Prozent bis zum Jahr 2020 durchaus erreichbar. Vorausgesetzt, man bleibt bei der energetischen Gebäudesanierung und bei der Sensibilisierung der Nutzer am Ball, wie der Energieberater mahnte.

Negativbeispiel

Dabei muss sich offensichtlich die Verwaltung an die eigene Nase fassen. Wie Schwarz ausführte, stieg nämlich der Verbrauch an Heizenergie im Rathaus seit zwei Jahren wieder an, nachdem direkt nach der Sanierung die vorausgesagten Einsparungen schon fast erreicht worden waren. Für Schwarz ist das ein Bespiel dafür, wie wichtig das Nutzerverhalten beim Energieverbrauch ist. Hier gab Schwarz auch eine Faustregel an: Eine Raumtemperaturerhöhung um ein Grad steigert die Kosten um rund sechs Prozent.

Positivbeispiel

Welche Auswirkungen Investitionen haben können lässt sich laut Energieberater am Freibad aufzeigen. Dort wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 700 000 Euro in den Energieverbrauch – Strom, Wasser, Wärme – investiert, wodurch aber gleichzeitig eine Million Euro eingespart werden konnten.

Gesamtenergieverbrauch

Im vergangenen Jahr wurden in den städtischen Liegenschaften rund 9880 Kilowattstunden an Endenergie verbraucht. Als positiv vermerkte der Energieberater, dass im vergangenen Jahr davon bereits 35 Prozent aus dem Nahwärmenetz stammten. Wodurch sich der Verbrauch fossiler Energieträger und der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) kontinuierlich sinkt. Braun kommentierte diese Entwicklung mit den Worten: „Im Hinblick auf die angestrebte Reduktion der CO2-Emissionen ist der Ausbau des Nahwärmenetzes ein wichtiger Baustein.“

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