Rheinfelden Von Klima-Hype bis Purple-Prince

Sorgen für gute Unterhaltung: Günther Häßler und Richard Müller. Foto: Heinz Vollmar

Rheinfelden-Degerfelden - Mit einem brillant in Szene gesetzten Bühnenprogramm, das neben der großen und kleinen Politik auch die kleinen Missgeschicke und Miseren, den Klima-Hype sowie zahlreiche musikalische und tänzerische Akzente setzte, begeisterte der Musikverein Degerfelden beim 35. „Waidbachg’flüschder“ am Wochenende.

Die voll besetzte Fridolinhalle präsentierte sich dabei einmal mehr als Hort fasnächtlichen Humors. Welchen Stellenwert der Anlass hat, zeigte sich so auch in der Präsenz von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Bürgermeisterin Diana Stöcker, Ortsvorsteherin Karin Reichert-Moser sowie in der Zunftleitung mit Oberzunftmeister Michael Birlin sowie Ehrenoberzunftmeister Wilfried Markus. Sie alle erlebten ein Programm, das so richtig unter die Haut ging und nichts und niemanden aussparte.

Bestens präpariert präsentierten sich auch die Büttenredner Dietmar Häßler und Bernd Birlin. Während Häßler aus der närrischen Schatzkiste der großen Politik die Ereignisse Revue passieren ließ, dokumentierte Birlin „e ganz normale Samschtig“, der die Geschlechterrollen zwischen Eheleuten auf exzellente Weise zum Ausdruck brachte und die Lachmuskeln der Gäste strapazierte.

Im Versmaß begeisterten Richard Müller und Günther Häßler. Sie traten als „Schnitzer , schwarz uf wiss“ auf und glossierten auch den Klima-Hype. Die damit verbundene Flugscham bezeichneten sie als Geisteshaltung, die bereits um sich gegriffen habe. Zur Kassenzettelflut beim Bäcker meinten sie „zu jedem Weckli, kriegsch jetzt e Kassezetteli“, während sie auch das Glückspiel im Internet gehörig aufs Narrenkorn nahmen. „Glückspiel im Internet wird jetzt legal, dass me debi au süchtig werde cha, isch egal.“

Für zahlreiche tänzerische und choreografische Höhepunkte sorgten die Blue Jewels des TuS Herten sowie die Tänzerinnen und Tänzer des Jugendorchesters des MV Degerfelden, die als adrette Stewardessen das Tanzbein schwangen. Zu den weiteren Höhepunkten zählten der Sketch „De juni un de Alti“ mit Christian Häßler und Daniel Schwald, die Darbietungen um den „Mann am Steuer“, der sich inmitten weiblicher Körper beweisen musste sowie die Magic Show mit Gordon Hein und seinen Bühnengästen. Durch das Programm führte Peter Hässler, der als „Purple Prince“ und „Best Ager“ von sich reden machte. Ehrungen standen auch auf der Agenda: Mit dem Jahresorden der Narrenzunft Rheinfelden wurden Paula Hassler, Fabian Sutter und Günther Häßler geehrt. Die goldene Plakette der Narrenzunft erhielt Gordon Hein.

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