Rheinfelden-Minseln (mv). Eveline Klein, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Minseln/Dinkelberg, erinnerte während der Jahreshauptversammlung in ihrem Rückblick noch einmal an die verloren gegangenen Bundestagswahlen, so auch an ein „prophetisches Gespür“ so ihre Worte, dass der ursprüngliche „Schulz-Hype“ mit seinem Höhenflug auch in einem tiefen Absturz enden könnte. Kritisch äußerte sie sich mit der Platzierung bisheriger Mandatsträger durch den Landesvorstand. Jüngere Kandidaten und Neueinsteigern wie Jonas Hoffmann hätten dadurch nur wenige Chancen über die Landesliste in den Bundestag zu kommen. Gritli Hundorf vom SPD-Kreisvorstand sagte dazu, dass man überlege, dies künftig zu ändern. Es könne nicht sein, dass jüngere, gut geeignete Kandidaten bei der Listenplatzierungen stets Nachteile durch die bevorzugte Platzierung von Altvorderen hinnehmen müssten.

Rückblick

In ihrem Jahresrückblick erinnerte Eveline Klein derweil an zahlreiche SPD-Aktionen im Wahljahr 2017, so auch zu den Themenfeldern bezahlbarer Wohnraum und die Ausgleichsmaßnahmen beim Bau der A 98.5, insbesondere für die Bechstein-Fledermaus. Erfreut zeigte sie sich, dass die geplante Zusammenlegung der Christian-Heinrich-Zeller-Schule in Karsau mit der Dinkelbergschule in Minseln abgewendet werden konnte, ebenso die angedachte Organisation mit einem Schulleiter für die drei Schulstandorte Karsau, Minseln und Eichsel. Das Thema sei aber mittlerweile vom Tisch, weil sich auch die Schulkonferenzen gegen eine Zusammenlegung ausgesprochen haben.

Zur großen Politik verkündete sie, dass ganz offenbar bei einer spontanen Umfrage im Kreisverband Lörrach eine Mehrheit der SPD-Mitglieder eine Minderheitsregierung vor einer Großen Koalition und Neuwahlen bevorzugen würde.

Ehrungen

Mit der silbernen Ehrennadel der SPD und einer Urkunde wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im SPD Ortsverein Minseln/Dinkelberg, Ingeborg Brugger und Klaus Weber geehrt.