Rheinfelden Wie Sonnencreme schmierfähig wird

Bei den diesjährigen „Evonik-Science Camps“ für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren dreht sich alles um das Thema „Kosmetik“. Foto: zVg

Rheinfelden - Was macht eine Creme so cremig? Brauche ich zum Zähneputzen unbedingt Zahnpasta? Und warum riechen verschwitzte Leute unangenehm? Mit diesen und vielen weiteren Fragen rund um die Körperpflege beschäftigen sich Kinder von acht bis zwölf Jahren am 25. und 26. April in den dreistündigen „Evonik-Science Camps“ in Rheinfelden.

„Die Teilnehmer erforschen die Zusammensetzung von Zahnpasta, Sonnencreme und anderen Produkten, die sie aus ihrem Alltag bestens kennen“, erklärt Klaus Lebherz, Leiter Evonik Ausbildung Süd. „Das garantiert Aha-Effekte, denn in den vermeintlich bekannten Dingen gibt es noch viel zu entdecken.“ Die Teilnehmer werden einen Einführungsversuch gemeinsam durchführen und dann in Zweierteams forschen. Sie orientieren sich dabei an kindgerechten Anleitungen, die Platz für eigene Ideen lassen.

Aus Blütenblättern, Früchten und Kräutern extrahieren die Kinder Duft- und Farbstoffe. Sie experimentieren mit Zinkoxid und sehen unter der UV-Lampe, warum ein Sonnenschutzmittel vor der schädlichen Strahlung schützt. Außerdem erfahren sie, wie Schweißgeruch entsteht und was dagegen besser hilft als künstliche Duftstoffe. „Die Versuche sprechen die Sinne an und aktivieren den Forschergeist. Gleichzeitig schaffen sie die Basis für ein nachhaltiges Konsumverhalten, denn wir hinterfragen die Zutaten von gängigen Pflegeprodukten“, unterstreicht Lebherz. So werden die Kinder bedenkliche Inhaltsstoffe wie Mikroplastik und deren Umweltfolgen mit ihren Betreuern besprechen.

„Mit gebräuchlichen Zutaten erforschen die Kinder generelle naturwissenschaftliche Phänomene: Sie stellen zum Beispiel fest, dass sich Öl und Wasser nicht mischen – bis ein Emulgator ins Spiel kommt“, ergänzt Gernot Eichin, Betreuer des Evonik-Science Camps am Standort Rheinfelden. Darüber hinaus greifen die Science Camps die Megatrends individualisierte Produktion und Digitalisierung auf: Jedes Kind mischt sich eine eigene Creme aus seinen Lieblingszutaten – ein Konzept, das schon mehrere Kosmetikhersteller über Online-Plattformen anbieten.

„Die Science Camps bestärken die Kinder in der Verwirklichung ihrer Wünsche und Ansprüche. Gleichzeitig erkennen sie, wie wertvoll Teamarbeit für die Umsetzung ihrer Ideen ist“, unterstreicht Standortleiter Olaf Breuer. „Mit diesem Konzept möchten wir das Interesse an einer späteren beruflichen Tätigkeit im naturwissenschaftlich-technischen Umfeld wecken.“

Weitere Informationen

Termine: Donnerstag, 25. April, 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 17.30 Uhr, Freitag, 26. April, 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 17.30 Uhr. Teilnehmen können maximal 20 Kinder pro Workshop. Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro sind im Internet erhältlich.

Anmeldung und weitere Informationen unter: www.science-camp.de.

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