Von Ulf Körbs

Der selbstgebaute Currywurststand mit Verköstigung war sicherlich einer der Höhepunkte des Kinderferienprogramms im Sommer. Die Kaltenbachstiftung zog für den Sozialausschuss Bilanz.

Rheinfelden. 1837 Kinder wurden während der ersten drei Wochen insgesamt betreut erfuhr das Gremium von Alexander Keil, der die Geschäftsführung des „Kulturparks Tutti Kiesi“ übernommen hat, und dem langjährigen Betreuer Malte Lindemann. Dabei hatte die Mehrzahl der Eltern auf eine sichere Betreuung gesetzt, denn es gab nur 342 Tagesanmeldungen, bei denen es keine Gewissheit auf einen Platz gibt. Keil erklärte das mit dem Hinweis: „Die meisten sind auf Kinderbetreuung angewiesen, sie wählen daher das sichere Angebot der Wochenanmeldung.“ Und Cornlia Rösner, Leiterin des Amts für Familie, Jugend und Senioren, konnte ergänzen: „Wir hören nur Positives von den Eltern.“

„Außerschulisches Bildungsangebot“

Und das, obwohl das Ferienprogramm auch als „außerschulisches Bildungsangebot“ angesehen kann, wie Lindemann festhielt. Er skizzierte auch, worum es bei dem Angebot geht: „Freundschaften schließen und pflegen, Regeln einhalten, zu streiten, aber Konflikte auch gewaltfrei zu lösen. Und zugleich stärkten die Kinder ihr Selbst- und Verantwortungsbewusstsein.

Ermöglicht wurde das Programm mit seinen 111 Angeboten durch die Kooperation mit insgesamt 31 Veranstaltern, erläuterte Jugendreferatsleiter Andreas Kramer: „Die Stadt hat dabei nur eine koordinierende Aufgabe und nimmt die Anmeldungen, die es nur per Internet gibt, entgegen.“ Die kamen zu 93 Prozent aus dem Rheinfelder Stadtgebiet. Ergänzt wird das städtische Programm noch von eigenen Aktionen in Nordschwaben und vom Spieldorf Herten.

Auch der SAK-Spielbus wird gut angenommen

Außerdem parkte der Spielbus vom Sozialen Arbeitskreis (SAK) in Lörrach an drei Stellen in der Stadt: am Fécampring, Spielplatz Warmbach und an der Römerstraße in der Nähe der Rettungswache vom Roten Kreuz. Laut Kramer war der Platz am Fécampring der am besten besuchte.

Problem: Kaum ältere Kinder nehmen teil

Ein Problem gibt es noch: An den Programmen nehmen kaum ältere Kinder teil. Dabei wären diese auch als künftige Betreuer wichtig, meinte Keil. Diese Aufgabe will er im kommenden Jahr angehen. Er denkt dabei über Kooperationen mit Vereinen nach.