Rheinfelden Zöllner ermöglichen Flieger-Stelldichein

Sie sorgten für ein gelungenes Fliegertreffen in Herten (von links), Harald Waldvogel, Klaus Trede (beide Luftsportgruppe Südwest), Fugkapitän Patrick Martin aus Birrfeld sowie die Zollbeamten Kirschgens, Hallbauer und Oettle. Foto: zVg/Erich Meyer Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden-Herten (ey). Auf dem Flugplatz der Luftsportgruppe Südwest in Herten herrschte jüngst wieder einmal reger und ungewöhnlicher Flugbetrieb. Bunte Doppeldecker und weitere mit viel Liebe und Aufwand in Schuss gehaltene Oldtimer-Flugzeug kamen vom Schweizer Flugplatz Birrfeld und trafen sich zu einem Stelldichein in Herten. Es war der jährliche, gemeinsame Ausflug zweier in Birrfeld stationierter Vereine, der Fluggruppe Veterano und der Albatros Fluggruppe, die sich insbesondere um Flugzeug-Oldies kümmern und diese mit viel Aufwand und technischem Verständnis immer noch flugfähig erhalten.

Dass der diesjährige Ausflug, die Albarano Ralley, über die Grenze nach Deutschland führen sollte, lag an einem zufälligen Zusammentreffen von Klaus Trede und Patrick Martin vor einiger Zeit irgendwo in China. Die beiden kamen zufällig ins Gespräch und stellten fest, dass sie dasselbe Hobby betreiben. Trede aus Degerfelden fliegt seit vielen Jahren in Herten und Martin im keine 30 Flugminuten entfernten Birrfeld bei Baden in der Schweiz. Aber gelandet war Martin noch nie in Herten. Was aus zollrechtlicher Sicht auch gar nicht so einfach ist, da die Schweiz ja nicht in der EU ist. Beruflich ist Patrick Martin Flugkapitän auf dem Airbus A 330 und A 340 bei der Swiss und befliegt damit die ganze Welt, aber der kleine Hüpfer über den Rhein, um in Herten zu landen, war ihm bisher nicht möglich.

Trede und sein Vereinskollege Harald Waldvogel ergriffen die Initiative, und versuchten bei der Zollverwaltung eine Sondergenehmigung zu bekommen, um die Birrfelder Fliegerkollegen zu ihrem grenzüberschreitenden Vereinsausflug nach Herten einladen zu können. Es war kein geringer Aufwand, denn jedes Flugzeug brauchte eine eigene Sondergenehmigung, aber mit hilfreicher und wohlwollender Unterstützung der Zollbehörde in Lörrach konnte am Samstag das Unternehmen starten. Zwölf wunderschön restaurierte Oldtimer konnte Flugleiter Marc Waldvogel in Herten zur Landung begrüßen.

Darunter drei Doppeldecker, Bücker Jungmann und eine Stampe, drei Piper L4, die noch am Propeller von Hand angeworfen werden mussten und eine der letzten noch flugfähigen amerikanischen Aeronca. Auch für die drei Beamten der Zollbehörde, Zollamtsinspektor Öttle und die beiden Zollobersekretäre Kirschgens und Hallbauer vom Hauptzollamt Lörrach, die vor Ort den grenzüberschreitenden Einflug überwachten, war dieser Einsatz auf dem Flugplatz ein nicht alltägliches Erlebnis.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Hertener Flugkollegen ging die Reise der Flugveteranen dann über den Flugplatz Blumberg wieder zurück in die Schweiz.

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