Rheinfelden Zwei Samstage lang Ängste abbauen

Die Oberbadische, 22.10.2017 17:00 Uhr

Rheinfelden-Herten (mv). Wie sieht gelebte Inklusion aus und wie kann man ganz praktisch Kinder unterschiedlicher Herkunft sowie Kinder mit und ohne Behinderungen zusammenbringen und mit ihnen gemeinsam etwas Sinnvolles unternehmen? Diese Frage beantworteten am Samstag auf sehr eindrucksvolle Weise die Mitarbeiter der Markhof-Ranch des St. Josefshauses und die Mitglieder des Fördervereins Markhof-Ranch in Herten. Sie hatten zuvor eine Spende in Höhe von 3000 Euro der Allianz-Generalvertretung von Markus Schatz in Müllheim/Auggen erhalten, bereits die zweite Spende der Allianz Generalvertretung, welche die Arbeit der Markhof-Ranch unterstützt.

Die Spende machte es möglich, an zwei Samstagen – Beginn war am zurückliegenden Samstag – behinderte Kinder aus dem Haus Elisabeth des St. Josefshauses sowie Kinder von Asylbewerber-Familien, die vom Freundeskreis Asyl in Rheinfelden betreut werden, zusammenzubringen, um mit ihnen zu reiten, zu spielen, gemeinsam zu essen und ein fröhliches Miteinander zu gestalten.

Federführend waren bereits am Samstag die Reittherapeutinnen Petra Frank-Schweikert und Sarah Mroß. Beide sind auf der Markhof-Ranch für die Durchführung der Therapieangebote verantwortlich und leisten seit Jahren wichtige Arbeit im Umgang mit behinderten und nicht behinderten Menschen. Am vergangenen sowie auch am kommenden Samstag gehe es jedoch weniger um konkrete Therapie als um gelebte Inklusion, so Frank-Schweikert. Sie verwies vielmehr auf die Möglichkeit des gemeinsamen Zusammenseins der Kinder mit Behinderungen und der Kinder aus den Asylbewerber-Familien, die aufgrund ihrer Flucht und den damit verbundenen Erlebnissen verängstigt und traumatisiert sind und nun gemeinsam zwei Samstage lang ihre Freizeit auf der Markhof-Ranch verbringen.

Dankesworte richtete der Vorsitzende des Fördervereins, Martin Decker, an Markus Schatz und dessen Mitarbeiter von der Allianz-Generalvertretung Müllheim/Auggen. Er sagte, dass es durch die Spende möglich werde, auch den Versuch zu unternehmen, bei den betroffenen Kindern Ängste abzubauen. Dem Gedanken der Inklusion komme dabei eine entscheidende Bedeutung zu.

 
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