Ringen Achtelfinale

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Vor dem Aus steht der TuS Adelhausen in der Playoff-Runde um die Deutsche Meisterschaft bereits nach dem ersten Achtelfinalduell. Die Adelhausener verloren am Samstagabend in heimischer Dinkelberghalle das Duell gegen den ASV Schorndorf klar mit 9:20.

Playoff-Hinkampf, weitere Ergebnisse:

SV Johannis Nürnberg – ASV Mainz 88 9:20, KSV Witten 08 – KSV Köllerbach 4:27, RKG Freiburg 2000 – SC Kleinostheim: 8:19, SV Alemania Nackenheim – SV Wacker Burghausen: 9:18, SC Lichtenfels – AV Germania Markneukirchen: 17:17, KSC Germania Hösbach – Red Devils Heilbronn: 12:15

Rheinfelden-Adelhausen (rom). So hatte sich TuS-Trainer Florian Hassler die Wettkampfpause zwischen den Jahren nicht vorgestellt: „Ich habe in dieser Woche fünf verschiedene Aufstellungen erstellt, weil ich immer wieder umstellen musste“, berichtet der Chef-Taktiker des Bundesligisten. Schließlich musste auch noch Kevin Henkel krankheitsbedingt passen, nach dem Hassler zuvor die Ausländer Istvan Vancza und Nedyalko Petrov durch deren Verbände entzogen wurden.

Die Aufstellung des TuS Adelhausen im Achtelfinalvorkampf gegen den ASV Schorndorf stellte der Bezirksvorsitzende Aribert Gerbode vor und betonte einleitend, dass auf Grund der zahlreich verletzten Ringer die noch bestmöglichste Mannschaft zusammengestellt wurde. Neben Manuel Wolfer (Nackenprobleme) und Felix Krafft (Bizepssehne) fielen zum Ende der Gruppenphase auch noch Stephan Brunner und Sascha Keller mit Knieproblemen aus.

Aller Widrigkeiten zum Trotz gelang es Hassler dann doch, eine komplette Mannschaft auf die Matte zu bringen. Am Ende eines dennoch spannenden Abends gewann der TuS immerhin vier der zehn Begegnungen. Dennoch tendieren die Hoffnungen für den Viertelfinaleinzug gegen null.

Die beiden Nachwuchsringer Norman Trübe (57 kg-Freistil) und Paul Schmidt (66 kg-Freistil) gingen in der ersten Runde auf die Schultern. Benny Vogt musste sich gegen WM-Teilnehmer Shamil Ustaev (75 kg-Freistil) in der dritten Minute mit 0:15 geschlagen geben. Auch Pascal Ruh hatte gegen den mehrfachen deutschen Meister Benjamin Sezgin (80 kg-Freistil) keine Möglichkeit zu punkten. Sezgin gelangen mehrere Takedowns und eine Oberschenkel-Durchdreherserie. Elf Sekunden nach Beginn der zweiten Runde war dann der Überlegenheitssieg eingefahren.

Doch auch der TuS Adelhausen hatte seine Sonnenmomente an diesem Abend. Beeindruckend dabei war der ungefährdete 6:0-Erfolg von Kiril Milov (130 kg-Greco) gegen Nationalringer Jello Krahmer. Trotz eines 31 Kilogramm-Vorteils blieb der athletische Schorndorfer tatenlos. Milov hingegen holte sich zwei beeindruckende Takedowns und versuchte sich sogar an einem Kopfklammerausheber, der allerdings punktlos scheiterte.

Youngster Stoll begeistert trotz Niederlage

Mehr Gegenwehr hatte Ivo Angelov (61 kg-Greco), der nach zwei Durchdrehern aus der angeordneten Bodenlage bereits 5:0 gegen Georgios Scarpello vorne lag. Doch der 19-Jährige nutzte den Angriffsschwung Angelovs zu einer Schleuder am Mattenrand aus und verkürzte auf 5:4. Am Ende gewann der TuS-Routinier mit 6:4 überraschend eng.

Klar hingegen war der 16:0-Erfolg von Sebastian Jezierzanski (98 kg-Freistil), der ein weiteres Mal mit seinen blitzschnellen Beinangriffen die Grundlage für den Einzelerfolg legte.

Durchweg auf Augenhöhe war das Duell im Greco-Mittelgewicht. Doch TuS-Mann Dominik Gegeny verlor am Ende unverhältnismäßig hoch mit 2:9 gegen Nico Brunner. In der vierten Minute war Brunner den entscheidenden Moment schneller, als beide zu einem Untergriff ansetzen. Brunner brachte dies vier Punkte ein. Diesem Rückstand versuchte Gegeny hinterherzulaufen und gab dann kurz vor Schluss bei zwei Kamikaze-Aktionen zwei weitere Wertungen ab.

Nichts zu verlieren hatte im Schlusskampf Tom Stoll (75 kg-Greco), der ein weiteres Mal die Zuschauer begeisterte. Sein Gegner: Iuri Lomadze, Vize-Europameister 2020, war mit dem ersten Ausheber zu leichtsinnig, was Stoll für einen grandiosen Konter nutzte. Durch einen Schulterschwung ging der Schorndorfer mit 5:2 in die Pause, blieb dann in Runde zwei etwas vorsichtiger und gewann mit 9:2 nicht so deutlich wie erwartet. „Das war Wahnsinn“, lobte Florian Hassler den Auftritt des Nachwuchsringers im Anschluss.

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