Ringen Auswärtssieg greifbar nahe

Diesmal wird WKG-Mann Marcus Mickein von seinem Gegner huckepack genommen. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Von Uli Nodler

Baienfurt. Knapp verloren ist auch verloren: Regionalligist WKG Weitenau-Wieslet hat auch den zweiten Auswärtskampf abgegeben. Trotz eines starken Auftritts musste sich die Ringer-Staffel aus dem Kleinen Wiesental am Samstag bei der KG Baienfurt-Ravensburg knapp mit 14:17 geschlagen geben.

Dabei hatte Trainer Kai Vögtlin nach fünf Kämpfen zur Pause noch ein „super gutes Gefühl“, das es mit dem Auswärtssieg klappen könnte. Denn Greco-Schwergewichtler Michael Herzog sorgte mit seinem 6:3-Punktsieg gegen den Baienfurter Mirco Lemaic für eine faustdicke Überraschung. „Mit seiner ganzen Routine hat er das überragend gemacht“, lobte Vögtlin die Leistung Herzogs.

So führte der Gast nach den ersten beiden Kämpfen mit 8:0-Punkten. Anschließend musste der junge Nico Streule vier Punkte abgeben. Er wurde von Magomed Makaev geschultert. Das erste kleine Negativerlebnis an diesem Abend hatte Coach Vögtlin dann im Halbschwergewicht, wo Marcus Mickein gegen Timofei Xenidis aus seiner Sicht mit 0:12 etwas zu hoch verlor und am Ende drei Siegpunkte abgab.

Trainerschelte für Mattenleiter

Dennoch führte die WKG Weitenau-Wieslet zur Pause noch deutlich mit 12:7 deutlich. Dafür sorgte Freistil-Leichtgewichtler Zorhab Orhanian. Das Ass in der Klasse bis 66 Kilogramm rang gegen den keineswegs schwachen Patry Dworczyk mit Augenmaß, feierte praktisch mit dem Schlussgong einen technisch-überlegenen Punktsieg.

„Jetzt können wir es packen. Mein Optimismus war groß.“ Doch Vögtlin machte die Rechnung ohne den Mattenleiter Andreas Staub. „Er hat nach der Pause mit zweierlei Maß gemessen“, ärgerte sich Vögtlin. Diese Sichtweise hatte er nicht exklusiv. Ihm pflichtete auch Baienfurt-Ravensburgs Trainer Dariusz Jelen bei.

Besonders krass fiel die Benachteiligung der WKG im Greco-Kampf der Klasse bis 71 Kilogramm zwischen dem Baienfurter Patrick Sorg und Simon Dürr aus. Der WKG-Mann hatte Sorg geschultert, doch Staub pfiff die Aktion ab, weil er bei Dürr angeblich eine Beinarbeit gesehen hatte. Und im weiteren Verlauf des Kampfes gab es dann die umgekehrte Situation. Diesmal agierte Sorg, und der Mattenleiter sprach ihm vier Punkte zu. Danach kippte der Kampf, und Sorg setzte sich noch mit 13:6 durch.

So lief nach der Pause eigentlich fast alles gegen die WKG und das Erfolgspendel schlug zur anderen Seite aus. Die WKG geriet deutlich ins Hintertreffen, weil Jonas Dürr am Ende ein ausgeglichenes Duell gegen Schayb Musa noch knapp mit 0:2-Punkten verlor. Dann gab Dennis Kronenberger (75 kg - Freistil) gegen den bundesliga-erfahrenen Kevin Henkel einen Vierer ab. Freistiler Luca Köpfer wehrte sich in der Klasse bis 80 Kilogramm tapfer, zog aber auch mit 0:2 den Kürzeren. So stand die Niederlage der WKG Weitenau-Wieslet schon vor dem letzten Kampf statt. Den gewann Greco-Spezialist Stefan Kichling durch einen Schultersieg gegen Marcel Bolduan.

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